Am 21.05.2026 findet, im Shack in Friesdorf, um 17:00 Uhr unser planmäßiges Treffen statt!
Mai 14
Am 21.05.2026 findet, im Shack in Friesdorf, um 17:00 Uhr unser planmäßiges Treffen statt!
Mai 17
Der Unterschied zwischen einem Funkamateur, einem Amateurfunker und dem legendären Steckdosen‑Amateur ist ungefähr so fein wie der Unterschied zwischen einem Chirurgen, einem Metzger und jemandem, der behauptet, er könne „auch mal eben schnell“ operieren, weil er schon mal Grey’s Anatomy gesehen hat. Und doch lohnt es sich, diese drei Spezies präzise – und mit einem tiefschwarzen Augenzwinkern – auseinanderzuhalten.
Der Funkamateur ist ein geprüfter, regulierter und staatlich anerkannter Betreiber einer Funkstelle. Er hat eine Prüfung abgelegt, die aus drei Teilen besteht:
Die rechtliche Grundlage in Deutschland findet sich im Amateurfunkgesetz (AFuG). Darin steht unter anderem:
„Der Amateurfunkdienst ist ein Funkdienst, der von Funkamateuren untereinander zu experimentellen und technisch‑wissenschaftlichen Studien betrieben wird.“ (§ 2 Abs. 2 AFuG)
Und weiter:
„Funkamateur ist, wer eine gültige Amateurfunkprüfung bestanden hat.“ (§ 2 Abs. 3 AFuG)
Kurz gesagt: Der Funkamateur darf funken, weil er weiß, was er tut. (Und weil der Staat es ihm nach einer Prüfung erlaubt hat.)
Der Amateurfunker ist kein offizieller Begriff. Er ist das, was entsteht, wenn Menschen sagen:
„Ach, du machst da was mit Funk? Dann bist du so’n Amateurfunker!“
Der Funkamateur lächelt dann höflich, aber innerlich stirbt etwas in ihm. Denn „Amateurfunker“ klingt wie:
Es ist nicht falsch – aber es ist auch nicht richtig. Ein Amateurfunker kann ein Funkamateur sein, aber der Begriff ist so unscharf wie ein schlecht abgestimmter Empfänger.
Der Steckdosen‑Amateur ist eine ganz eigene Spezies. Er hat:
Er erkennt sich daran, dass er Sätze sagt wie:
Der Steckdosen‑Amateur ist der natürliche Feind jedes Funkamateurs. Er ist der Grund, warum es Gesetze gibt. Er ist der Grund, warum Sicherungen fliegen. Er ist der Grund, warum Nachbarn plötzlich kein WLAN mehr haben.
Und er ist der Grund, warum der Gesetzgeber in § 3 AFuG schreibt:
„Der Amateurfunkdienst darf nur betrieben werden, wenn eine gültige Zulassung vorliegt.“ (§ 3 Abs. 1 AFuG)
Mit anderen Worten: Steckdosen‑Amateure sollen bitte die Finger von allem lassen, was mehr als zwei Drähte hat.

| Kategorie | Funkamateur | Amateurfunker | Steckdosen‑Amateur |
|---|---|---|---|
| Rechtlicher Status | Staatlich geprüft | Volksmund | Illegal |
| Wissen | Fundiert | Variabel | Gefährlich |
| Geräte | Zugelassen | Unterschiedlich | „Hab ich selbst gelötet“ |
| Wirkung auf die Umwelt | Ordnung | Verwirrung | Stromausfall |
| Verhältnis zu Gesetzen | Kennt sie | Hat davon gehört | „Gesetze sind nur Empfehlungen“ |
Eine einfache Eselsbrücke:
„Der Funkamateur funkt, der Amateurfunker funkt vielleicht – der Steckdosen‑Amateur funkt nie, aber verursacht trotzdem Störungen.“
Der Funkamateur ist der lizenzierte, technisch versierte und gesetzlich abgesicherte Betreiber einer Funkstelle. Der Amateurfunker ist ein freundlicher, aber unpräziser Begriff. Der Steckdosen‑Amateur hingegen ist der Grund, warum Sicherungen existieren, warum Nachbarn misstrauisch werden und warum der Gesetzgeber manchmal Kopfschmerzen hat.
Mai 13
Marconi war kein Theoretiker, sondern ein Pragmatiker – ein Mann, der aus Funken Kommunikation machte. Während Hertz bewies, dass Radiowellen existieren, zeigte Marconi, dass man damit Nachrichten über den Atlantik schicken kann.
Geboren 1874 in Bologna, experimentierte Marconi früh mit Funktechnik. Er kombinierte die Erkenntnisse von Hertz, Branly und Lodge und entwickelte daraus ein funktionierendes Kommunikationssystem. 1901 gelang ihm die erste transatlantische Funkverbindung – ein Meilenstein der Nachrichtentechnik.
Marconi entwickelte:
Er war der erste, der Funk als globales Kommunikationsmittel verstand.
Marconi erkannte, dass:
Damit legte er die Grundlage für DX-Betrieb – und für Funkamateure, die ihre Antennen heimlich höher bauen, als der Nachbar erlaubt.
Er gründete die Marconi Company, die Funktechnik weltweit verbreitete.
Marconi war überzeugt, dass seine transatlantische Übertragung 1901 funktionierte – obwohl viele Historiker glauben, dass er nur atmosphärisches Rauschen hörte. Ein schönes Beispiel dafür, dass Funkamateure schon immer Optimisten waren.
| Bereich | Beitrag | Bedeutung |
|---|---|---|
| Funktechnik | Erste transatlantische Funkverbindung | Beginn globaler Kommunikation |
| Antennenbau | Hohe Masten, Erdung | Grundlage für Reichweitenoptimierung |
| Nachrichtentechnik | Maritime Funknetze | Sicherheit auf See |
| Industrie | Marconi Company | Kommerzialisierung des Funks |
Beeinflusst von: Hertz, Branly, Lodge Beeinflusste: Weltweite Funktechnik, Amateurfunk, Rundfunkindustrie
Mai 12
Kurze Info zum Relais DB0DTM: Es wird immer noch nach eine Optimierung für das Relais gesucht. Derzeit wird das Relais mit zwei Antennen betrieben. Eine Antenne für den Empfang, die Zweite für den Sender. Beide Antennen sind nur wenige Meter auseinander montiert, der Höhenunterschied über Grund auf dem Firmengebäude ist geringfügig.
Zwischenzeitlich sind das Relais und die technische Peripherie in einem eigenen Relaisschrank nahe der Wanddurchführung und damit nahe zu den Antennen aufgebaut. Der „fliegende“ Versuchsaufbau am neuen Standort gehört der Vergangenheit an.
Mai 10
Du willst Antennen nicht mehr „gefühlt“ vergleichen, sondern wissenschaftlich sauber, reproduzierbar und mit gnadenlos ehrlichen Daten. Perfekt – WSPR ist dafür das präziseste Werkzeug, das der Amateurfunk je hervorgebracht hat.
Dieser Artikel liefert dir:
Alles in einem Paket, technisch humorvoll und garantiert frei von „Ich hab da mal Spanien gearbeitet“-Anekdoten.
Bevor du misst, musst du wissen, was du misst. Typische Ziele:
Wenn du das nicht definierst, misst du nur „irgendwas“ – und das ist die Lieblingsdisziplin der Hobby‑Alleswisser.

Nur die Antenne darf variieren. Alles andere bleibt unangetastet – sonst ist der Test wertlos.
Der Goldstandard:
Warum? Weil die Ausbreitung sich minütlich ändert. Wer Antenne A morgens und Antenne B abends testet, misst nicht Antennen – sondern die Ionosphäre.

Für statistisch brauchbare Ergebnisse:
Je länger, desto weniger Ausreißer.
Mehr Spots = bessere Wahrscheinlichkeit, dass die Antenne „gesehen“ wird.
Nicht nur der beste Wert zählt – sondern die Streuung. Eine gute Antenne liefert:
DX‑Tauglichkeit. Aber Vorsicht: Ein einzelner 10 000‑km‑Spot ist kein Beweis für eine gute Antenne – nur für gute Bedingungen.
Mit genügend Spots erkennst du:
Eine gute Antenne liefert über Stunden hinweg konsistente Ergebnisse.
| Fehler | Wirkung | Lösung |
|---|---|---|
| Unterschiedliche Leistung | Test wertlos | Leistung fixieren |
| Unterschiedliche Uhrzeit | Ionosphäre verfälscht | Wechselmodus |
| TRX driftet | SNR sinkt | Frequenz stabilisieren |
| Antenne schlecht angepasst | Spots brechen ein | SWR prüfen |
| „Gefühlte“ Interpretation | Selbsttäuschung | Statistik nutzen |
Dieses Projekt ist perfekt für:
Und das alles mit einem Draht, der aussieht wie ein vergessener Weihnachtsbaumschmuck.
Hier ein Konzept, wie du deine WSPR‑Messungen visuell aufbereitest.

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Mit diesem Leitfaden kannst du:
Mai 06
Steinheil war ein deutscher Physiker und Erfinder, der die Telegraphie revolutionierte.
Steinheil entdeckte, dass man die Erde als Rückleiter nutzen kann. Heute ist das Standard in:
Jeder Funkamateur, der schon einmal eine schlechte Erdung hatte, weiß: Die Erde leitet — aber manchmal auch zu gut.
Steinheil entwickelte:
Steinheil entdeckte die Erdleitung, weil ein Draht riss — ein klassischer Fall von „Fehler als Feature“.
| Bereich | Beitrag | Bedeutung |
|---|---|---|
| Nachrichtentechnik | Erd-Rückleitung | Standard in Strom- und Funktechnik |
| Telegraphie | Schreibtelegraph | Frühe Kommunikation |
| Messtechnik | Galvanische Verfahren | Grundlagen der Elektrotechnik |
Beeinflusst von: Ohm, Faraday Beeinflusste: Telegraphie, Energietechnik, Antennentechnik
Mai 05
Am 5 .Mai 2026 findet der 27. Europatag der Amateurfunk Schulstationen statt.
Diese Aktivität geht vom „Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V.“ (AATiS) aus.
Mai 04
Es war einer dieser Samstage, an denen selbst die Spülmaschine spannender klingt als das Fernsehprogramm. Also tat ich, was jeder halbwegs funktionierende Mensch mit zu viel Freizeit und einem Hang zu HF‑Masochismus tut: Ich scrollte durchs Kurzwellen‑Spektrum.
Und dann – zack – 13547 kHz. Mitten zwischen 13 und 14 MHz, wo normalerweise nur Sonnenflecken, tote Träger und die Träume gescheiterter DXer herumwabern, tauchte plötzlich etwas auf, das klang wie ein schlecht gelaunter Mathematiklehrer auf Valium: Ein Zahlensender.
Der zweite: „Was zur Hölle macht ein Zahlensender hier?“
Eine kurze Recherche – also 20 Sekunden Googeln, was in Funkerkreisen als „wissenschaftliche Tiefenanalyse“ gilt – ergab: Es handelt sich um einen bekannten russischen Zahlensender aus der Föderation , Standort Orenburg.
Natürlich Orenburg. Wo sonst? Wenn Russland etwas sendet, dann bitte aus Regionen, die klingen wie der Endgegner eines osteuropäischen Rollenspiels.
Und wie typisch deutsch: Der Sender ist pünktlich. Nicht so pünktlich wie die Deutsche Bahn, sondern wirklich pünktlich.
Da wurde es seltsam. Russische Zahlensender sind normalerweise so russisch wie ein Lada mit drei Ersatzreifen im Kofferraum.
Doch hier: Englisch. Ein Englisch, das klang, als hätte jemand einem Samowar einen Sprachkurs gegeben.
Wen will man damit erreichen? Britische Agenten? Amerikanische? Oder einfach nur Funkamateure verwirren, die ohnehin schon glauben, dass jede USB‑Störung ein CIA‑Satellit ist.
Ich schaue auf die Userliste des Kiwi‑SDR. Und da sitzt er: Ein User aus dem 52. Staat der USA.
Ja, dem 52. Staat. Nicht 50. Nicht 51. Nein, 52. Ein Staat, der offiziell nicht existiert, aber offenbar genug Internet hat, um auf 13 547 kHz herumzulungern.
Und er sitzt genau auf derselben Frequenz wie ich.
Zahlensender funktionieren nach einem simplen Prinzip:
Anonymität ist der ganze Sinn der Übung.
Doch dieser Kandidat aus dem 52. Staat? Der hört die Botschaft über einen Kiwi‑SDR, der:
Das ist ungefähr so geheim wie ein Spion, der im Trenchcoat „TOP SECRET“ auf dem Rücken stehen hat.
Vielleicht war es die Müdigkeit. Vielleicht die Langeweile. Vielleicht die Tatsache, dass Kurzwelle manchmal mehr halluzinogene Wirkung hat als ein schlecht gelüfteter Lötkeller.
Aber der Sender war da. Der User war da. Die Zahlen waren da.
Und irgendwo in Orenburg saß vermutlich ein Operator, der dachte: „Warum hört uns eigentlich dieser Typ aus dem 52. Staat zu? Und warum über einen Kiwi?“
Der Zahlensender auf 13 547 kHz ist real. Der User aus dem 52. Staat ist real. Die Absurdität der Situation ist real.
Ob der Rest real war? Nun… das ist wie bei Amateurfunkern, die behaupten, sie hätten Neuseeland mit 5 Watt und einer Wäscheleine gearbeitet: Man glaubt es, weil es schön ist.
Mai 03
Willkommen zum zweiten Teil unserer kleinen WSPR‑Reihe. Heute geht es ans Eingemachte: Wie du WSPR gezielt für Antennenvergleiche nutzt und wie du mit 200 mW und einem Stück Draht am Fensterrahmen Funkphysik betreibst, die manchen Hochleistungs‑Besserwisser spontan in die Tischkante beißen lässt.
Der Ton bleibt wie gewohnt freundlich‑schwarz, technisch präzise und gnadenlos ehrlich.

Viele Antennen „gehen gut“. Zumindest laut Besitzer. WSPR ist das Werkzeug, das diesen Satz in zwei Kategorien teilt:
WSPR liefert dir harte Daten, die du direkt vergleichen kannst.
Damit der Vergleich nicht zur Selbsttäuschung wird, brauchst du ein paar Grundregeln.
Wenn du Antenne A mit 5 W und Antenne B mit 0,2 W testest, brauchst du dich über „komische Ergebnisse“ nicht wundern. WSPR ist ehrlich – du musst es auch sein.
Ausbreitung ändert sich minütlich. Vergleiche also abwechselnd:
Nur die Antenne darf variieren. Alles andere bleibt unangetastet.
Ein einzelner Spot ist eine Anekdote. 50 Spots sind eine Aussage. 500 Spots sind ein Urteil.

Wenn du deine Ergebnisse präsentierst, kommt garantiert jemand:
„Das kann gar nicht stimmen, meine Antenne ist viel besser!“
Dann zeigst du ihm die WSPR‑Karte. Er schaut drauf. Er schweigt. Du genießt.

Jetzt wird’s praktisch – und ein bisschen frech.
Denn WSPR zeigt eindrucksvoll, dass du keine 1‑kW‑Endstufe brauchst, um die Welt zu erreichen. Du brauchst:
Und schon betreibst du Funkphysik, die manchen OV‑Veteranen spontan nostalgisch werden lässt.
WSPR ist darauf optimiert, Signale 20–30 dB unter dem Rauschen zu dekodieren. Das bedeutet:
Und ja: 0,1 mW kann noch weltweit dekodiert werden, wenn die Bedingungen stimmen.
Ein 2–5 m langer Draht am Fensterrahmen ist keine „richtige Antenne“. Aber er ist:
WSPR nutzt:
Dadurch wird selbst ein „schlechter“ Strahler zu einem brauchbaren Werkzeug. Nicht gut – aber brauchbar.
Und genau das reicht für WSPR.
Mit WSPR kannst du:
Und das alles mit ein paar Milliwatt und einem Stück Draht.