Treffen am 18.06.2026, um 17:00 Uhr

Un noch ´en Jedich!

Eine Handvoll Funkfreunde stehen bereit,
verbunden durch die Funkerzeit (am Donnerstag, den 18.06.2026, 17:00 Uhr)
Mit Draht und Mast, mal kurz, mal lang,
erproben sie den Wellenfang. (mit Funkgerät)

Sie testen Antennen, kreuz und quer,
mal kommt das Signal ganz deutlich her. (einander Mal auch nicht)
Mit Freude lauschen sie ins Land – (evtl. mit Kopfhörer)
der Amateurfunk hält sie gespannt.

Ja! Es ist wieder soweit!

Wir treffen uns am 18.06.2026, um 17:00 Uhr, in Friesdorf.

Die Saginaw‑Antenne – Ein technisches Relikt, ein unterschätztes Genie und ein Blick auf eine fast vergessene Bauform

Willkommen zu einem Artikel, der so tiefschwarz humorvoll ist, dass selbst ein Ferritkern erröten würde – und gleichzeitig technisch anspruchsvoll genug, um jeden HF‑Nerd glücklich zu machen. Heute widmen wir uns einer Antenne, die viele Funkamateure nur aus alten Büchern, verrauschten Fotos oder den Geschichten grauhaariger OMs kennen:

🌩️ Die Saginaw‑Antenne – Entstehung eines HF‑Exoten

Die Saginaw‑Antenne entstand in einer Zeit, in der Ingenieure noch mit Rechenschiebern kämpften, Kaffee intravenös konsumierten und Antennen bauten, die heute als „mutige Experimente“ gelten würden. Entwickelt wurde sie in den USA, benannt nach der Region Saginaw (Michigan), wo frühe Versuche im Bereich Lang‑ und Mittelwellenkommunikation stattfanden.

Die Idee war simpel und gleichzeitig genial:

„Was passiert, wenn wir eine Antenne bauen, die aussieht wie ein geometrischer Albtraum, aber funktioniert wie ein HF‑Schweizer Taschenmesser?“

Die Antwort: Die Saginaw‑Antenne.

🧠 Wie funktioniert die Saginaw‑Antenne – ohne dass wir Mathematik missbrauchen

Die Saginaw ist im Kern eine mehrfach gefaltete Drahtantenne, die in einer Art polygonaler oder sternförmiger Struktur gespannt wird. Sie kombiniert Eigenschaften von:

  • Drahtschleifen
  • Mehrbandresonatoren
  • Richtantennen

Warum funktioniert sie?

  • Die mehrfachen Faltungen erzeugen verschiedene effektive Längen, die mehrere Frequenzen gleichzeitig unterstützen.
  • Die Struktur wirkt wie eine Mischung aus Loop und Dipol, wodurch sie breitbandiger ist als klassische Drahtantennen.
  • Durch die Form entstehen gerichtete Abstrahlungskeulen, die je nach Aufbau erstaunlich effizient sein können.

Kurz gesagt:

Die Saginaw ist die Antenne, die aussieht, als hätte jemand einen Drahtkorb explodieren lassen – aber HF‑technisch erstaunlich gut performt.

🏭 Kommerzieller Einsatz – wo die Saginaw Geld verdient hat

Die Saginaw‑Antenne war nie ein Massenprodukt, aber sie fand ihren Platz in Nischen, in denen Robustheit und Vielseitigkeit wichtiger waren als perfekte Richtdiagramme:

  • Frühe militärische Feldkommunikation (weil man sie schnell aufbauen konnte und sie mehrere Frequenzen abdeckte)
  • Industrie‑Telemetrie im Mittelwellenbereich
  • Notfunk‑Installationen (wo „funktioniert irgendwie“ besser ist als „funktioniert perfekt, aber nur bei Windstille“)

📡 Anwendungen im Amateurfunk – wo die Saginaw glänzt

Funkamateure lieben ungewöhnliche Antennenformen – und die Saginaw ist so ungewöhnlich, dass sie fast schon Kultstatus hat.

Typische Einsatzbereiche:

  • 80 m und 40 m Gute Effizienz trotz kompakterer Abmessungen.
  • 160 m Wenn man keinen Platz für einen Vollsize‑Dipol hat, aber trotzdem Spaß am Lowband möchte.
  • Mehrbandbetrieb Durch die gefaltete Struktur lassen sich mehrere Resonanzen erzeugen.
  • Portable‑Betrieb Sie ist leichter als sie aussieht – und stabiler als man denkt.

💪 Stärken der Saginaw‑Antenne

  • Mehrbandfähig ohne Tuner (je nach Aufbau)
  • Relativ kompakt für die unterstützten Frequenzen
  • Robust gegenüber Wind und Wetter
  • Gute Richtwirkung möglich
  • Einzigartige Optik Perfekt, wenn man möchte, dass der Nachbar fragt: „Ist das Kunst oder kann das weg?“

⚠️ Schwächen – denn jede Diva hat ihre Launen

  • Aufbau erfordert Geduld (und manchmal eine dritte Hand)
  • Nicht so effizient wie spezialisierte Richtantennen
  • Schwer zu simulieren HF‑Software sieht die Form und sagt: „Ernsthaft?“
  • Selten dokumentiert Man findet mehr Rezepte für mittelalterliche Suppen als Baupläne für Saginaws.

🎯 Für welche Frequenzen eignet sich die Saginaw besonders?

Frequenzbereich Eignung Grund
160 m Sehr gut Kompakte Alternative zu riesigen Drähten
80 m Sehr gut Gute Resonanz, brauchbare Richtwirkung
40 m Gut Effizient, stabil
20 m Möglich Aber nicht optimal
6 m Selten Andere Antennen sind hier sinnvoller

🧭 Warum die Saginaw heute noch relevant ist

Weil sie eine Antenne ist, die zeigt:

  • dass Kreativität im Amateurfunk nie ausstirbt
  • dass Drahtantennen nicht langweilig sein müssen
  • dass ungewöhnliche Formen oft erstaunlich gut funktionieren
  • und dass HF‑Technik manchmal mehr Kunst als Wissenschaft ist

Die Saginaw ist ein Stück Antennen‑Geschichte – und gleichzeitig ein Werkzeug, das auch heute noch beeindruckt, wenn man es richtig einsetzt.

Michael Faraday – Der Mann, der die Elektrizität zähmte, ohne Mathematik zu benutzen

Michael Faraday war ein Genie, das die Natur der Elektrizität verstand, ohne selbst höhere Mathematik zu beherrschen. Er war der lebende Beweis, dass man die Welt verändern kann, ohne jemals eine einzige Maxwell-Gleichung aufzuschreiben.

Herkunft und Persönlichkeit

Faraday wurde 1791 in London geboren, Sohn eines Schmieds, Autodidakt, Buchbinderlehrling. Er las die Bücher, die er binden musste — und wurde dadurch einer der größten Experimentalphysiker aller Zeiten. Er war höflich, bescheiden und so freundlich, dass man ihn heute vermutlich aus jedem Internetforum verbannen würde, weil er „zu nett“ ist.

Bedeutung für Nachrichtentechnik und Amateurfunk

Elektromagnetische Induktion

Faraday entdeckte 1831 die Induktion. Ohne sie gäbe es:

  • keine Transformatoren
  • keine Netzteile
  • keine Senderendstufen
  • keine Antennen

Jede Antenne ist im Grunde ein Faraday-Experiment, nur mit mehr Aluminium und weniger Würde.

Faradays Feldlinien

Faraday erfand das Konzept der Feldlinien — eine intuitive Darstellung elektromagnetischer Felder. Heute nutzt man dieses Konzept in:

  • Antennensimulationen
  • HF-Feldanalysen
  • EMV-Bewertungen

Wenn ein Funkamateur sagt: „Das Feld sieht komisch aus“, dann spricht er Faradays Sprache — auch wenn er es nicht weiß.

Faradays Käfig

Der Faradaysche Käfig ist heute überall:

  • in Autos
  • in Mikrowellen
  • in HF-Laboren
  • in Amateurfunk-Shacks, die versehentlich zu Käfigen werden, weil der OM die Erdung falsch gemacht hat

Schwarzer Humor

Faraday wurde einmal gefragt, wozu Elektrizität gut sei. Er antwortete:

„Wozu ist ein Neugeborenes gut?“

Ein Satz, der perfekt beschreibt, wie viele Funkamateure ihre ersten selbstgebauten Antennen betrachten.

Tabelle: Faradays Beiträge

Bereich Beitrag Bedeutung
Elektrodynamik Induktion Grundlage aller Sender und Empfänger
Feldtheorie Feldlinien Basis moderner EM-Simulation
Technik Faradays Käfig EMV, Abschirmung
Energie Generatorprinzip Stromversorgung weltweit

Einflusslinien

Beeinflusst von: Humphry Davy Beeinflusste: Maxwell, Hertz, Heaviside, die gesamte Elektrotechnik

Die T2LT Antenne, der heilige Gral im 11m-Band ;-)

Die T2LT‑Antenne hat seit 2024 in CB‑Funk‑Foren einen beinahe mythischen Ruf entwickelt: Manche nennen sie den „Gral der Drahtantennen“, andere schwören, sie sei die Wiedergeburt des Ärmel‑Dipols – und wieder andere behaupten, sie sei nur ein Stück Koax, das sich weigert, normal zu funktionieren. Zeit für eine technische, aber humorvolle Spurensuche. Tatort: Samstagabend, 20:15 Uhr, Kanal 16 USB.

🛰️ Ursprung und kleine Legende der T2LT

Die T2LT (Tuned Transmission Line Trap) ist keine neue Erfindung, sondern ein Konzept, das bereits in den 1980ern im Amateurfunk beschrieben wurde. Sie basiert auf einem Koaxkabel, dessen Mantel über eine definierte Länge als Strahler dient, während eine aufgewickelte Mantelwellensperre (der „Trap“) den Rest des Koax vom Strahler elektrisch trennt. Die Idee wurde unter anderem von DK8ZV und AA6AX beschrieben .

Warum also der Hype seit 2024? Weil CB‑Funker entdeckten, dass diese Antenne:

  • extrem einfach zu bauen ist,
  • erstaunlich gut funktioniert,
  • und sich hervorragend an GFK‑Masten betreiben lässt.

In Foren wurde sie plötzlich als „Wunderantenne“ gehandelt – und wie bei jedem Wunder gab es Gläubige, Skeptiker und die üblichen Funk‑Philosophen, die sich um die einzig wahre Wickelrichtung der Spule stritten.

📡 Physikalisches Funktionsprinzip

Die T2LT ist ein elektrisch mittengespeister Halbwellenstrahler, bei dem das Koaxkabel selbst die Antennenelemente bildet. Der obere Teil des Mantels strahlt, der untere Teil wird durch die Mantelwellensperre blockiert.

Wichtige physikalische Aspekte

  • Halbwellenresonanz: Der strahlende Teil des Koaxmantels ist etwa λ/2 lang und bildet einen vertikalen Dipolarm.
  • Parallelschwingkreis: Die aufgewickelte Spule wirkt als Sperrkreis, der Mantelwellen unterdrückt und den Strahler sauber vom Speisekabel trennt .
  • Saubere Stromverteilung: Durch die Sperrwirkung entsteht eine definierte Stromverteilung, die der Antenne ihre Effizienz verleiht.
  • Geringe Verluste: Keine Traps, keine Spulen im Strahler, keine Übergangswiderstände – nur Koax.

🧰 Aufbau und typische Dimensionen

Für das 11‑m‑Band (CB‑Funk) ist die T2LT besonders beliebt. Ein Beispiel:

  • Gesamtlänge ca. 5,3 m
  • Spule auf 5 cm Rohr gewickelt
  • Materialkosten ab 6 € (RG‑58 + Stecker)
  • Bandbreite ca. 1,2 MHz (SWR ≤ 2)

Für 2 m und 70 cm existieren ebenfalls Varianten, die mit RG‑174 gebaut werden können und sehr portabel sind .

🌀 Der Choke am Fußpunkt – Pflicht oder Kür?

Ein Koax‑Choke am Fußpunkt ist bei der T2LT nicht nur sinnvoll, sondern fast schon ein Ritterschlag. Mit ein paar „Windhunden“ (Windungen) Koax auf einem Ferrit oder Luftspulenkörper lässt sich:

  • HF im Shack reduzieren,
  • die Mantelwellensperre unterstützen,
  • die Abstrahlcharakteristik stabilisieren.

Viele kommerzielle Bausätze integrieren bereits eine Mantelwellensperre mit rund −24 dB Dämpfung .

⚙️ Vor- und Nachteile der T2LT

Vorteile

  • Sehr einfach zu bauen
  • Hohe Effizienz für eine portable Antenne
  • Keine Radials nötig
  • Geringes Gewicht, ideal für GFK‑Masten
  • Gute Bandbreite
  • Preiswert und robust

Nachteile

  • Funktioniert nur gut, wenn sie frei hängt
  • Abhängigkeit von der Qualität der Mantelwellensperre
  • Nicht optimal für NVIS‑Betrieb
  • Mechanisch empfindlicher als Alu‑Vertikalstrahler

📶 Anwendungen im Amateurfunk

Die T2LT ist nicht auf CB‑Funk beschränkt. Varianten existieren für:

  • 10 m (Halbwelle, sehr effizient)
  • 6 m (angepasste Längen)
  • 2 m / 70 cm (kompakte Koax‑Versionen)

Besonders im portablen Betrieb (SOTA, POTA, Fieldday) ist sie beliebt, weil sie:

  • leicht,
  • schnell aufgebaut,
  • und sehr unkritisch im Handling ist.

🎬 Tatort Kanal 16 USB – ein humorvoller Blick

Samstagabend, 20:15 Uhr. Während andere den Fernseher einschalten, schalten CB‑Funker auf Kanal 16 USB. Die T2LT hängt am 10‑m‑GFK‑Mast, der Wind pfeift, die Spule glänzt im Mondlicht. „CQ, CQ – hört mich jemand?“ Und plötzlich meldet sich Station XY aus 300 km Entfernung. Der Funker grinst. Die T2LT hat wieder zugeschlagen. Der Gral? Vielleicht nicht. Aber ein verdammt guter Ärmel‑Dipol.

🔭 Ausblick

Die T2LT wird auch in Zukunft eine Rolle spielen:

  • als Einsteigerantenne im Amateurfunk,
  • als portable Lösung für Outdoor‑Funker,
  • als Experimentierplattform für Koax‑basierte Antennen,
  • und als Running Gag in Foren, wenn wieder jemand fragt: „Welche Antenne ist die beste?“

Hermann von Helmholtz – Der Mann, der Energie, Klang und Elektrizität verstand

von Helmholtz war ein Universalgenie, das in Physik, Physiologie, Mathematik und Elektrotechnik gleichermaßen brillierte. Er war der Typ Wissenschaftler, der heute vermutlich gleichzeitig Professor, Nobelpreisträger, YouTube-Wissenschaftsstar und Entwickler eines neuen SDR-Algorithmus wäre.

🎓 Vom Militärarzt zum Titanen der Wissenschaft

Helmholtz wurde 1821 in Potsdam geboren und studierte zunächst Medizin. Doch seine wahre Leidenschaft galt der Physik. Er arbeitete über:

  • Energieerhaltung
  • Akustik
  • Optik
  • Elektrodynamik
  • Thermodynamik
  • Nervenphysiologie

Ein Mann, der gleichzeitig die Natur des Sehens, des Hörens und der Elektrizität verstand – also quasi der perfekte Ansprechpartner für jeden Funkamateur, der sich fragt, warum sein Nachbar „den Funk hört“.

📡 Bedeutung für Nachrichtentechnik und Amateurfunk

Energieerhaltung – das Fundament aller Sender

Helmholtz formulierte 1847 das Prinzip der Energieerhaltung. Ohne dieses Prinzip gäbe es:

  • keine Leistungsverstärkerberechnung
  • keine Antennenwirkungsgradmodelle
  • keine Diskussionen darüber, ob 100 Watt „wirklich 100 Watt“ sind

Jeder Funkamateur, der schon einmal einen Dummy Load angefasst hat, weiß: Energie verschwindet nicht – sie wird nur warm.

Elektrodynamik und die Maxwell-Helmholtz-Tradition

Helmholtz war einer der wichtigsten Wegbereiter für Maxwell. Er arbeitete über:

  • Wirbelströme
  • Induktion
  • Potentialtheorie

Seine Arbeiten beeinflussten direkt:

  • Hertz’ Experimente
  • Heavisides Reformulierung der Maxwell-Gleichungen
  • die moderne Antennentheorie

Akustik und Resonanz

Helmholtz erfand den Helmholtz-Resonator, ein Gerät zur Analyse von Klangfrequenzen. Heute findet man dieses Prinzip in:

  • Bandpässen
  • Notch-Filtern
  • Antennenresonanzmodellen

Ein Helmholtz-Resonator ist im Grunde ein LC-Kreis – nur mit Luft statt Kupfer.

Physiologie und Wahrnehmung

Helmholtz untersuchte, wie Menschen Schwingungen wahrnehmen. Das ist relevant für:

  • psychoakustische Filter
  • Modulationsverfahren
  • Sprachübertragung

Ohne Helmholtz wäre SSB vielleicht nie entstanden – oder würde heute noch klingen wie ein schlecht eingestellter Fuchsjagd-Sender.

🖤 Schwarzer Humor

Helmholtz war ein nüchterner Denker, aber seine Erkenntnisse haben eine gewisse Ironie: Er zeigte, dass das menschliche Ohr ein erstaunlich präzises Messinstrument ist – was erklärt, warum Funkamateure stundenlang darüber streiten können, ob ein Signal „leicht verzerrt“ oder „nur minimal übersteuert“ ist.

📘 Tabelle: Helmholtz’ wichtigste Beiträge

Bereich Beitrag Bedeutung
Physik Energieerhaltung Fundament aller Technik
Elektrodynamik Wirbelströme, Induktion Grundlage moderner EM-Theorie
Akustik Helmholtz-Resonator Basis für Resonanz- und Filtertheorie
Physiologie Nervenleitung, Wahrnehmung Einfluss auf Sprachübertragung
Mathematik Potentialtheorie Fundament der Feldberechnung

Einflusslinien

Beeinflusst von: Faraday, Ohm, Euler Beeinflusste: Hertz, Maxwell, Heaviside, moderne Nachrichtentechnik, Akustik, Neurophysiologie

🌊 Update: Segler & Funk – INTERMAR auf 20 m (14 MHz)

Das INTERMAR‑Netz ist das zentrale tägliche Trefffenster für Segler, Blauwasser‑Yachten und Funkamateure weltweit. Gefunkt wird auf dem 20‑Meter‑Band, genauer:

📡 Frequenz: 14.313 kHz USB (20 m Band)

 

Hier laufen täglich zwei Netze, die sowohl Segler auf Langfahrt als auch Stationen an Land zusammenbringen.

🕗 Sendezeiten (täglich)

1) Morgennetz – 08:00 UTC

  • Entspricht 10:00 MESZ (Sommer)
  • Entspricht 09:00 MEZ (Winter)

2) Abendnetz – 16:30 UTC

  • Entspricht 18:30 MESZ
  • Entspricht 17:30 MEZ

🧭 Wen hört man dort?

⛵ Segler weltweit

  • Yachten im Mittelmeer
  • Atlantiküberquerer
  • Kanaren, Kapverden, Karibik
  • Weltumsegler auf Langfahrt

🎙️ Netcontrol (INTERMAR‑Team)

  • Moderiert das Netz
  • Nimmt Positionsmeldungen entgegen
  • Gibt Wetterinfos weiter
  • Hilft bei technischen Problemen an Bord

📡 Landstationen & Funkamateure

  • Deutsche Stationen, die Seglern zuhören oder unterstützen
  • Funkamateure, die Wetterberichte oder Routing‑Hinweise geben

🌦️ Was passiert im Netz?

✔ Wetterberichte

  • Für Nord‑ & Ostsee
  • Für Atlantik & Mittelmeer
  • Auf Wunsch auch per Winlink

✔ Positionsmeldungen der Yachten

  • „Wo seid ihr?“
  • „Wie läuft’s?“
  • „Alles okay an Bord?“

✔ Technische Hilfe

  • Funkprobleme
  • Energieversorgung
  • Antennen
  • Notfall‑Hinweise

✔ QSOs & Austausch

  • Segler reden miteinander
  • Landstationen geben Tipps
  • Oft deutschsprachig, aber international offen

🔊 Alternative Zugänge (falls 20 m mal nicht geht)

INTERMAR sendet zusätzlich parallel:

  • DMR Talkgroup 9101
  • Echolink Node 386970 (INTERMAR)**

Damit können Segler auch bei schlechten Ausbreitungsbedingungen Kontakt halten.

🏁 Kurzfazit

Das INTERMAR‑Netz auf 14.313 kHz USB ist die tägliche Funk‑Lebensader für Segler weltweit. Wer dort reinhört, bekommt:

  • echte Live‑Positionsmeldungen
  • Wetter
  • technische Hilfe
  • deutschsprachige Segler‑QSOs
  • und ein Stück maritime Gemeinschaft auf Kurzwelle

Maritimer Kurzwellenfunk für Segler

Der Kurzwellenfunk (SSB – Single Side Band) bleibt für viele Blauwassersegler ein unverzichtbares Kommunikationsmittel. Er ermöglicht weltweite Reichweiten, funktioniert unabhängig von Mobilfunknetzen und erlaubt sowohl sicherheitsrelevante Meldungen als auch soziale Kommunikation zwischen Yachten. Alle Funkanwendungen unterliegen jedoch den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes, insbesondere den Vorschriften der nationalen Fernmeldebehörden und den internationalen Regelwerken der ITU. Für den Betrieb sind in der Regel ein entsprechendes Funkzeugnis sowie eine zugelassene Funkanlage erforderlich.

Bedeutung des Kurzwellenfunks auf See

Kurzwellenfunk bietet mehrere Vorteile, die ihn trotz Satellitenkommunikation weiterhin attraktiv machen:

  • Große Reichweite: Je nach Frequenz und Tageszeit sind Verbindungen über mehrere tausend Kilometer möglich.
  • Unabhängigkeit: Keine laufenden Kosten, keine Abhängigkeit von Satelliten oder Mobilfunknetzen.
  • Gemeinschaftsnetze: Weltweit existieren informelle Funkrunden, in denen Segler Wetterberichte, Positionen und Sicherheitsinformationen austauschen.
  • Notfallkommunikation: SSB kann im Ernstfall lebensrettend sein, wenn andere Systeme ausfallen.

Einfluss von Tageszeit und Ausbreitungsbedingungen

Die Ionosphäre bestimmt, welche Frequenzen zu welcher Zeit funktionieren. Für Segler bedeutet das:

  • Früher Morgen (ca. 06:00–09:30 Lokalzeit): Gute Bedingungen auf mittleren Frequenzen, ideal für regionale und transnationale Verbindungen.
  • Abendstunden (ca. 18:00–21:00 Lokalzeit): Die Dämpfung sinkt, höhere Frequenzen tragen weiter, oft ideal für Ozeanverbindungen.
  • Mittagsstunden: Häufig schlechtere Bedingungen, besonders auf niedrigeren Frequenzen.

Diese Zeitfenster decken sich mit den weltweit etablierten Funkrunden der Seglergemeinschaft.

Yachtsmen’s Nets – tägliche Funkrunden für Segler

Die Yachtsmen’s Nets sind offene, informelle Gemeinschaften von Seglern, die sich über SSB austauschen. Die Teilnahme ist kostenlos, und die Runden dienen vor allem der Sicherheit, dem sozialen Austausch und der Weitergabe von Wetterinformationen.

Typische Inhalte der Funkrunden

  • Positionsmeldungen
  • Wetterberichte und lokale Beobachtungen
  • Sicherheitsmeldungen
  • Technische Fragen und gegenseitige Unterstützung
  • Kontaktaufnahme zwischen Yachten

In Nordeuropa sind diese Netze weniger verbreitet, während sie im Mittelmeer, in der Karibik und im Atlantik eine lange Tradition haben.

Übersicht wichtiger Frequenzen und Zeiten

Die folgende Tabelle fasst die von dir bereitgestellten Informationen zusammen und ordnet sie in einen maritimen Kontext ein:

Gebiet / Zweck Frequenz Zeit Bemerkungen
Mediterranean Net 6516 kHz 05:30 GMT Austausch zwischen Mittelmeer‑Seglern
Caribbean Calling & Safety Net 8104 kHz 12:15 (08:15 AST) Sicherheitsmeldungen, Kontaktaufnahme
Atlantic Net (Herb) 12359 kHz 20:00 Beliebt bei Atlantiküberquerungen
Bahamas Weather Net 4003 kHz 07:00 AST Lokale Wetterinformationen
Caribbean Weather Net 4045 / 8104 / 8137 kHz ab 07:00 AST Mehrere Frequenzen je nach Ausbreitung
Cruiseheimer’s Net (US‑Ostküste & Bahamas) 8152 kHz 08:30 AST Sehr aktive Gemeinschaft
Northwest Caribbean Net 8188 kHz 08:00 AST Regionale Informationen und Sicherheit

Wo und wann mit Funkverkehr zu rechnen ist

Segler können je nach Region und Tageszeit mit folgenden Mustern rechnen:

  • Mittelmeer: Aktivität vor allem am frühen Morgen, häufig Wetter- und Positionsmeldungen.
  • Karibik: Sehr lebendige Netze, besonders zwischen 07:00 und 09:00 AST.
  • Atlantiküberquerungen: Abends hohe Aktivität auf höheren Frequenzen (z. B. 12 MHz).
  • Bahamas & US‑Ostküste: Tägliche Netze mit starkem Fokus auf Wetter und Sicherheit.

Die Aktivität hängt stark von der Saison ab: Während der Hurrikansaison sind die Netze besonders gut besucht.

🖤 Willkommen im „Antenne geht gefühlt“-Labor

Du kommst aus Köln oder Dortmund? Du vermisst den Kiwi‑SDR? Du hast heute noch nicht einmal aus Versehen auf den Reiter Datenschutz gedrückt?

Dann… herzlich willkommen im Club der HF‑Masochisten, die nicht nur über Antennen reden, sondern sie auch wirklich bauen, messen und im Zweifel abfackeln, wenn der Endstufen‑Schutz mal wieder „Och nö“ sagt.

🛰️ Die Mission:

Wie belegt man, dass eine Antenne „gefühlt gut geht“ oder „messtechnisch bewiesen gut geht“?

Ganz einfach:

  • Man nimmt eine kommerzielle Endfed,
  • lässt sie einmal durch den WSPR‑Fleischwolf,
  • und vergleicht sie dann mit einer Entwicklung von unserem OZ‑Klaus,
  • der bekanntlich Antennen baut, die so gut gehen, dass selbst die Ionosphäre höflich fragt, ob sie sich kurz setzen darf.

📡 Erinnerst du dich noch an den legendären Artikel

„Antenne geht gefühlt oder geht gut?“

Wenn ja, dann weißt du, was jetzt kommt: Wir machen das Ganze nicht nur theoretisch, sondern praktisch, live, in Farbe und mit der üblichen Portion „Warum tut der Scheiß nicht?“.

Die Daten findest du wie immer unter DL0DTM, dem einzigen Club, der es schafft, mit 200 mW WSPR einen Empfänger in 10 m Entfernung so zu überfahren, dass der Kiwi‑SDR danach aussieht wie ein überfahrener DCF77‑Empfänger im Starkregen.

🔌 Warum ist der Kiwi‑SDR offline?

Weil wir testen. Und wenn wir testen, dann rasiert WSPR alles weg, was nicht bei drei im Faraday‑Käfig sitzt.

Der Kiwi‑SDR hat sich freiwillig abgemeldet. Er hat gesagt:

„Jungs, ich bin raus. 200 mW in 10 m Entfernung? Das ist keine Messung, das ist ein Angriffskrieg.“

Wir haben ihn liebevoll vom Netz genommen, bevor er anfängt, CW‑SOS‑Signale an die ESA zu schicken.

🧪 Der aktuelle Stand

  • Kommerzielle Endfed → Test 1 abgeschlossen
  • OZ‑Klaus‑Entwicklung → Test 2 läuft
  • Kiwi‑SDR → im Schutzprogramm
  • WSPR → macht, was WSPR macht: alles überfahren
  • Wir → haben Spaß
  • Die Nachbarn → fragen, warum Alexa plötzlich auf Russisch antwortet

🏁 AWdH

(„Auf Wiederhören“, für alle, die nicht im Ruhrgebiet sozialisiert wurden.)

William Thomson, Lord Kelvin – Der Mann, der die Temperatur der Physik bestimmte

William Thomson, besser bekannt als Lord Kelvin, war einer der letzten Universalgelehrten der Physik. Er war Mathematiker, Ingenieur, Thermodynamiker, Kabelpionier, Erfinder, Reformer – und gelegentlich ein Mann, der mit erstaunlicher Selbstsicherheit völlig danebenlag. Aber das gehört zu Genies dazu.

🌡️ Ein Leben zwischen Theorie und Kabelsalat

Kelvin wurde 1824 in Belfast geboren und war ein Wunderkind. Mit 10 Jahren studierte er bereits an der Universität Glasgow, mit 22 wurde er Professor. Er prägte die Thermodynamik, definierte die absolute Temperaturskala und war maßgeblich an der Verlegung des ersten transatlantischen Telegraphenkabels beteiligt.

Sein Leben war eine Mischung aus mathemischer Eleganz und praktischer Ingenieursarbeit – ein bisschen wie ein Funkamateur, der tagsüber Maxwell-Gleichungen löst und abends versucht, eine Endfed-Antenne durch das Badezimmerfenster zu spannen.

⚡ Bedeutung für Nachrichtentechnik und Amateurfunk

Die Telegraphie – Kelvins Spielplatz

Kelvin war besessen von der Frage, wie man Signale über lange Kabel überträgt. Seine Arbeiten führten zu:

  • mathematischen Modellen der Leitungsdämpfung
  • Optimierung von Telegraphensystemen
  • dem berühmten Kelvin-Integrator
  • dem Spiegelgalvanometer, einem extrem empfindlichen Detektor

Ohne Kelvin wäre die transatlantische Kommunikation Jahrzehnte später gekommen – und Funkamateure hätten weniger historische Gründe, stolz auf ihre 5-Watt-QRP-Verbindungen zu sein.

Die Kelvin-Gleichungen und die Geburtsstunde der Leitungstheorie

Kelvin entwickelte frühe Modelle, die später von Heaviside zu den Telegraphengleichungen verallgemeinert wurden. Damit ist Kelvin indirekt Vater von:

  • Koaxialkabeltheorie
  • Impedanzmodellen
  • Reflexions- und Stehwellenanalyse

Kurz: Ohne Kelvin wäre das SWR-Meter heute ein mystisches Gerät, das man mit Weihwasser segnen müsste.

Thermodynamik und Elektrotechnik

Kelvins Arbeiten zur Energie, Entropie und Verlustleistung beeinflussen bis heute:

  • Leistungsverstärker
  • Senderendstufen
  • Kühlung von HF-Komponenten

Ein Funkamateur, der schon einmal eine Endstufe überhitzt hat, weiß: Kelvin hatte recht – Wärme ist der Feind.

🖤 Schwarzer Humor

Kelvin war brillant, aber nicht unfehlbar. Er sagte 1895:

„Radio hat keine Zukunft.“

Das ist ungefähr so, als würde ein Funkamateur sagen: „Ich brauche keine Ersatzsicherungen, ich passe schon auf.“

📘 Tabelle: Kelvins wichtigste Beiträge

Bereich Beitrag Bedeutung
Thermodynamik Absolute Temperaturskala Fundament der Physik
Nachrichtentechnik Kabeltheorie, Spiegelgalvanometer Grundlage der Fernkommunikation
Elektrotechnik Frühe Leitungstheorie Basis für HF-Übertragung
Mathematik Variationsprinzipien Einfluss auf Feldtheorie
Messtechnik Präzisionsinstrumente Standardisierung der Elektrotechnik

Einflusslinien

Beeinflusst von: Fourier, Faraday, Carnot Beeinflusste: Heaviside, Maxwell, moderne Nachrichtentechnik, Energietechnik

Die Zeppelin‑Antenne: Geschichte, Physik, Mythos – und warum sie bis heute Funkamateure in den Wahnsinn treibt

Eine Zeppelin‑Antenne ist mehr als ein Stück Draht. Sie ist ein historisches Artefakt, ein physikalisches Lehrstück und ein Paradebeispiel dafür, wie Funkamateure seit über 100 Jahren versuchen, die Naturgesetze mit Kupferdraht, Ferritkernen und unbeirrbarem Optimismus zu überlisten.

🛩️ 1. Historischer Ursprung – warum der Zeppelin Draht brauchte

Die Zeppelin‑Antenne entstand in der Frühzeit der Luftschifffahrt. Die Funker an Bord der Zeppeline benötigten eine leichte, abrollbare, effiziente Antenne, die aus großer Höhe herabgelassen werden konnte.

Das Ergebnis war eine endgespeiste Halbwellenantenne, gespeist über eine Hochimpedanzleitung – damals eine Hühnerleiter, heute oft ein 1:49‑ oder 1:64‑Unun.

Und ja: Schon damals wusste man, dass eine Antenne am Ende der Welt hängt – und der Funker am anderen Ende hofft, dass sie nicht abreißt.

⚙️ 2. Funktionsweise – die endgespeiste Halbwelle mit Charakter

Die Zeppelin‑Antenne ist eine λ/2‑Antenne, die am Ende gespeist wird. Das bedeutet:

  • Am Ende einer Halbwelle liegt hohe Spannung, niedriger Strom
  • Die Impedanz beträgt typischerweise 2–5 kΩ
  • Ein Unun transformiert diese Impedanz auf 50 Ω
  • Der Strahler arbeitet ohne klassisches Gegengewicht
  • Die Antenne ist leicht, effizient und platzsparend

Sie ist also perfekt für Funkamateure, die wenig Platz haben – oder deren Partner der Meinung ist, dass „ein Draht im Garten völlig ausreicht, du brauchst doch nicht NOCH eine Antenne“.

🔬 3. Physik – warum die Zeppelin‑Antenne tut, was sie tut

3.1 Impedanzverhalten

Am Ende einer Halbwelle gilt:

Zend=VI≫1000 Ω

Das erklärt, warum die Antenne hohe Spannungsspitzen erzeugt. Und warum manche OMs berichten, dass sie beim Abstimmen „ein leichtes Kribbeln“ verspüren. Physikalisch korrekt, aber nicht empfohlen.

3.2 Strahlungsdiagramm

Die Abstrahlung entspricht einer klassischen Halbwelle:

  • Donut‑förmig
  • Flachere Abstrahlung bei höherer Montage
  • Vertikale Montage → DX‑optimiert
  • Schräge Montage → NVIS‑freundlich

3.3 Mantelwellen

Da die Antenne asymmetrisch ist, entstehen leicht Mantelwellen. Diese führen zu:

  • HF im Shack
  • Störungen im Haus
  • dem legendären Effekt: „Wenn ich sende, geht das Garagentor auf.“

Ein Funker nannte das einmal „interdisziplinäre Hausautomation“.

📡 4. Für welche Amateurfunkbänder eignet sich die Zeppelin‑Antenne?

Band Eignung Bemerkung
160 m Mittel Mechanisch sehr lang
80 m Sehr gut Klassiker, hohe Effizienz
40 m Sehr gut Ideal für Selbstbau
30 m Gut Anpassung etwas kritisch
20 m Sehr gut DX‑tauglich
17 m Gut Gute Performance
15 m Gut Mechanisch einfach
12 m Mittel Enges SWR‑Fenster
10 m Gut Kurz, aber empfindlich

⚖️ 5. Vor- und Nachteile der Zeppelin‑Antenne

Vorteile Nachteile
Hohe Effizienz Hohe Impedanz → Anpassung nötig
Kein Gegengewicht erforderlich Mantelwellengefahr
Leicht aufzubauen Nur ein Band ohne Tuner
Historisch ikonisch Strahlungsdiagramm schwer kontrollierbar
Ideal für kleine Grundstücke Nachbarn fragen, ob du mit UFOs sprichst

🛠️ 6. Selbstbau‑Anleitung – die effektivsten Varianten

6.1 Materialliste

  • 20–40 m Draht (je nach Band)
  • 1:49 oder 1:64 Unun (FT240‑43 oder FT240‑52)
  • Keramik‑ oder Kunststoffisolatoren
  • UV‑beständige Abspannleine
  • Mantelwellensperre (dringend empfohlen)
  • Optional: Mut, Geduld und ein HF‑Feuerlöscher (nur Spaß… meistens)

6.2 Bauanleitung für 40 m – der Klassiker

Schritt 1 – Länge bestimmen

L=300fMHz⋅0.95

Für 7.1 MHz → ca. 20 m.

Schritt 2 – Unun wickeln

  • 2 Windungen Primär
  • 14–16 Windungen Sekundär
  • Ferrit FT240‑43
  • Saubere Wicklung = weniger HF‑Chaos

Schritt 3 – Mantelwellensperre

10 Windungen RG‑58 auf FT240‑43. Ohne Sperre wandert die HF durch dein Haus wie ein schlecht gelaunter Poltergeist.

Schritt 4 – Aufhängen

  • Möglichst hoch
  • Möglichst frei
  • Möglichst nicht am Regenfallrohr (auch wenn viele OMs das trotzdem tun)

Schritt 5 – Feinabgleich

  • Draht kürzen
  • SWR beobachten
  • Nicht zu viel schneiden – Draht wächst nicht nach

6.3 Bauanleitung für 20 m – die DX‑Variante

  • Länge: ca. 10 m
  • 1:49 Unun
  • Steil aufgehängt → niedriger Abstrahlwinkel
  • Perfekt für Funkamateure, die gern behaupten, sie hätten „mit 5 W die Welt gearbeitet“, obwohl die Antenne eigentlich die ganze Arbeit macht.

🧭 7. Fazit – die Zeppelin‑Antenne lebt weiter

Die Zeppelin‑Antenne ist ein Stück Funkgeschichte, das bis heute technisch überzeugt. Sie ist effizient, elegant und erstaunlich leistungsfähig – vorausgesetzt, man behandelt sie nicht wie ein zufälliges Stück Draht, das man im Keller gefunden hat.

Sie ist ideal für Funkamateure, die:

  • gern experimentieren
  • historische Technik lieben
  • Spaß an HF‑Phänomenen haben
  • und schwarzen Humor vertragen, wenn die Antenne wieder einmal das WLAN lahmlegt

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