planmäßiges Treffen am 19.03.2026

Hallo liebe Funkfreunde!

Donnerstag, der 19.03.2026, 17:00 Uhr, ist der Termin für unser planmäßiges Treffen. Es zeichnet sich aufgrund von Rückmeldungen ab, dass viele Mitglieder der Interessengemeinschaft verhindert sind. Somit ist noch nicht absehbar, dass das geplante Treffen auch tatsächlich stattfindet.

73 Helmut

(Kein Titel)

Persönlichkeiten der Nachrichtentechnik: Oliver Heaviside

Oliver Heaviside gehört zu den faszinierendsten, exzentrischsten und zugleich unterschätztesten Figuren der Elektrotechnik und Nachrichtentechnik. Seine Arbeiten prägen bis heute die theoretischen Grundlagen des Amateurfunks – von der Ausbreitung elektromagnetischer Wellen bis zur mathematischen Beschreibung von Leitungen. Wer über Funk spricht, sollte diesen Mann kennen, der Maxwell verstand, bevor es cool war, und der die Mathematik so verbog, dass sie endlich tat, was Ingenieure brauchten.

🎩 Ein Leben zwischen Genie, Isolation und Telegraphendrähten

Heaviside wurde 1850 in London geboren und litt früh an einer schweren Scharlacherkrankung, die ihn nahezu taub machte. Diese Behinderung isolierte ihn sozial, doch sie trieb ihn auch in die Welt der Bücher und Formeln. Er verließ die Schule mit 16 Jahren und wurde – dank seines Onkels Charles Wheatstone – Telegraphist. Dort begann seine lebenslange Obsession: die elektrische Übertragung über Leitungen zu verstehen und zu verbessern.

Seine Karriere als Telegraphist war kurz, denn seine zunehmende Taubheit zwang ihn 1874 zum Rückzug. Danach lebte er zurückgezogen, arbeitete aber mit einer Intensität, die man heute wohl als „Hardcore-Deep-Work“ bezeichnen würde. Er reformulierte Maxwell, erfand neue mathematische Werkzeuge und sagte sogar die Existenz der ionosphärischen Reflexionsschicht voraus – Jahrzehnte bevor sie experimentell bestätigt wurde.

⚡ Warum Heaviside für Amateurfunker ein heimlicher Held ist

1. Die Kennelly–Heaviside-Schicht (heute: E-Schicht der Ionosphäre)

Heaviside postulierte, dass eine elektrisch leitfähige Schicht in der oberen Atmosphäre Radiowellen reflektiert. Ohne diese Schicht gäbe es kein Kurzwellen-DX, keine nächtlichen Überreichweiten – und viele Funkamateure müssten sich ein anderes Hobby suchen, vielleicht Briefmarken.

2. Die Telegraphengleichungen

Die berühmten Telegrapher’s Equations beschreiben, wie Signale sich in Leitungen ausbreiten. Für Funkamateure sind sie die Grundlage für:

  • Koaxialkabel-Design
  • Impedanzanpassung
  • Stehwellenverhalten
  • Dämpfungsberechnung

Ohne Heaviside wäre das SWR-Meter heute vermutlich ein mystisches Orakel, das man mit Opfergaben besänftigen müsste.

3. Impedanz – ein Begriff von Heaviside

Er prägte den Begriff impedance und machte damit die Wechselstromtechnik erst wirklich handhabbar.

4. Operational Calculus – Mathematik für Praktiker

Heaviside entwickelte eine Methode zur Lösung von Differentialgleichungen, die der Laplace-Transformation entspricht, aber viel pragmatischer gedacht war. Ingenieure liebten es, Mathematiker hassten es – ein Klassiker.

📡 Heaviside und die Nachrichtentechnik: Der Mann, der Maxwell ordnete

Maxwells ursprüngliche Formulierung des Elektromagnetismus bestand aus 20 Gleichungen in 20 Variablen – ein Albtraum für jeden, der jemals versucht hat, eine Antenne zu berechnen. Heaviside reduzierte sie auf vier elegante Vektorgleichungen, die wir heute als Maxwell-Heaviside-Gleichungen kennen.

Diese Vereinfachung machte den Weg frei für:

  • moderne Antennentheorie
  • Funkwellenausbreitung
  • Hochfrequenztechnik
  • elektromagnetische Simulation

Kurz: Ohne Heaviside wäre die Nachrichtentechnik heute so benutzerfreundlich wie ein Röhrenoszilloskop ohne Bedienknöpfe.

🧠 Einflusslinien: Wer prägte Heaviside – und wen prägte er?

Heavisides geistige Ahnen

  • James Clerk Maxwell – sein größtes Vorbild; Heaviside machte Maxwells Theorie erst praktisch nutzbar.
  • Charles Wheatstone – sein Onkel und Mentor, Pionier der Telegraphie.
  • Michael Faraday – inspirierte Heavisides feldtheoretisches Denken.

Heavisides intellektuelle Nachfahren

  • Arthur E. Kennelly – Co-Namensgeber der Heaviside-Schicht.
  • Hendrik Lorentz – nutzte Heavisides Formulierungen für die Lorentz-Heaviside-Einheiten.
  • Alle modernen Elektrotechniker – von Antennenbauern bis zu HF-Ingenieuren.
  • Funkamateure weltweit – ob sie es wissen oder nicht.

🕳️ Ein Hauch schwarzer Humor – ganz im Sinne des Amateurfunks

Heaviside lebte exzentrisch, streitbar und oft verarmt. Er strich seine Wände rosa, weil er glaubte, das beruhige die Nerven. Er warf Mathematikern vor, sie seien „zu pedantisch“, und Ingenieuren, sie seien „zu unpräzise“. Ein Mann, der zwischen den Welten stand – wie ein Funkamateur, der auf 80 m CQ ruft und nur FT8-Signale hört.

Wenn Heaviside heute leben würde, wäre er vermutlich der Typ, der im Ortsverband behauptet, SWR 1:1 sei „für Anfänger“ und dass man Antennen eigentlich nur mit Vektoranalysis abstimmen sollte.

📘 Tabellarischer Überblick über Heavisides zentrale Beiträge

Bereich Beitrag Bedeutung
Elektromagnetismus Vereinfachung der Maxwell-Gleichungen Grundlage der modernen EM-Theorie
Nachrichtentechnik Telegraphengleichungen Modellierung von Leitungen, Koax, Impedanz
Hochfrequenztechnik Begriff „Impedanz“ Standardbegriff der AC- und HF-Technik
Mathematik Heaviside-Operatoren, Step-Funktion Vorläufer der Laplace-Transformation
Funkwellenausbreitung Vorhersage der Heaviside-Schicht Ermöglicht Kurzwellenfernverbindungen
Vektorrechnung Unabhängige Entwicklung des Vektorkalküls Fundament für EM-Simulationen

🌐 Bandbreite als begrenzende Ressource – und warum die Rauschleistungsdichte unser Schicksal besiegelt


Ein technisch anspruchsvoller, unterhaltsamer und leicht schwarzhumoriger Blick auf die Grundlagen der Nachrichtentechnik – von den Anfängen bis zum Amateurfunk.

🕰️ 1. Ein kurzer historischer Rückblick: Als Bandbreite noch ein Mythos war

In den frühen Tagen der Funktechnik war Bandbreite wie ein Goldschatz, den niemand verstand, aber jeder verschwendete. Die ersten Funkpioniere sendeten Signale, die so breit waren, dass man sie heute als „Spektralverschmutzung“ bezeichnen würde.

Dann kamen Nyquist und Shannon – die beiden Männer, die der Nachrichtentechnik sagten:

„Ordnung muss sein. Und Bandbreite ist nicht unendlich. Also benehmt euch.“

Damit begann die Ära der strukturierten Kommunikation.

📡 2. Bandbreite – die Autobahn der Information

Stell dir Bandbreite wie eine Autobahn vor:

  • Mehr Spuren → mehr Daten
  • Mehr Spuren → mehr Stau durch Rauschen
  • Mehr Spuren → mehr Ärger mit der Regulierungsbehörde

🔍 Warum Bandbreite begrenzt ist:

  • Physik: Antennen und Filter haben natürliche Grenzen.
  • Regulierung: Frequenzen werden zugeteilt wie knappe Parkplätze.
  • Praxis: Breite Signale stören andere – und niemand mag den Spektrum‑Rowdy.

Moderne Systeme wie 5G, WLAN, Glasfaser oder Satelliteninternet kämpfen alle mit derselben Frage:

Wie viel Information passt durch diesen Kanal, bevor die Naturgesetze uns auslachen?

🔊 3. Rauschleistungsdichte – der unsichtbare Gegenspieler

Rauschen ist der natürliche Feind jeder Übertragung. Es ist wie ein schlecht gelaunter Mitbewohner: immer da, immer laut, nie eingeladen.

📌 Was ist Rauschleistungsdichte?

  • Sie beschreibt, wie viel Rauschenergie pro Hertz Bandbreite existiert.
  • Je größer die Bandbreite, desto mehr Rauschen sammelt man ein.
  • Mehr Bandbreite bedeutet also nicht automatisch bessere Übertragung – manchmal nur mehr Chaos.

Shannon hat das mathematisch bewiesen. Ingenieure zitieren ihn bis heute – und verfluchen ihn gleichzeitig.

⚙️ 4. Moderne Nachrichtentechnik: Ein Balanceakt

Heute nutzen wir:

  • OFDM, um Bandbreite in kleine Häppchen zu zerlegen
  • MIMO, um mehrere Datenströme gleichzeitig zu übertragen
  • Fehlerkorrekturcodes, um das Rauschen auszutricksen
  • Adaptive Modulation, um sich dem Kanal anzupassen

Doch egal wie modern die Technik wird – Bandbreite und Rauschen bleiben die Naturgesetze, die alles bestimmen.

💡 Merksatz:

Die Nachrichtentechnik ist ein Tanz zwischen dem Wunsch nach mehr Datenrate und den Grenzen der Physik.

📻 5. Amateurfunk: Das lebende Labor der Nachrichtentechnik

Amateurfunker sind die letzten echten Abenteurer der Funkwelt. Sie arbeiten mit:

  • begrenzter Bandbreite
  • begrenzter Sendeleistung
  • viel Rauschen
  • und noch mehr Kreativität

Beispiele:

  • CW (Morse): ultranarrow, kommt durch, wenn alles andere stirbt
  • SSB: effizienter als AM, aber anspruchsvoll
  • FT8: so schmalbandig, dass es fast schon Zen ist
  • QRP‑Betrieb: „Wie weit komme ich mit 5 Watt und Hoffnung?“

Amateurfunk zeigt, wie man mit wenig Bandbreite und viel Rauschen trotzdem die Welt erreicht.

🖤 6. Schwarzer Humor am Rande

  • Bandbreite ist wie Lebenszeit: Man merkt erst, wie wertvoll sie ist, wenn sie weg ist.
  • Rauschen ist wie Bürokratie: Es wächst proportional zu allem, was man tut.
  • Shannon ist der Mathematiker, der dir sagt, wie schnell du fahren darfst – und du weißt, dass er recht hat, selbst wenn du ihn dafür hasst.

🎯 7. Fazit: Die ewige Balance

Bandbreite und Rauschleistungsdichte sind die beiden Kräfte, die die Nachrichtentechnik formen – damals wie heute. Wer sie versteht, versteht das Fundament moderner Kommunikation. Wer sie ignoriert, wird vom Rauschen verschluckt.

Radioaktive Strahlung als Kommunikationsmedium – Mythos, Physik

Die Idee klingt wie aus einem Science-Fiction-Roman, den jemand unter Einfluss von zu viel Kaffee und zu wenig Schlaf geschrieben hat: Kann man mit radioaktiver Strahlung Nachrichten übertragen? Gibt es so etwas wie radioaktive Funkwellen? Und wenn ja – warum hat noch kein Funkamateur versucht, damit seinen Nachbarn auf 80 m zu übertönen?

☢️ 1. Was ist radioaktive Strahlung – und was nicht?

Radioaktive Strahlung ist keine elektromagnetische Welle, sondern besteht aus Teilchen oder hochenergetischer EM-Strahlung, die nicht kohärent, nicht moduliert und nicht steuerbar ist:

  • Alpha-Strahlung: Heliumkerne, Reichweite gering, Kommunikationsreichweite noch geringer.
  • Beta-Strahlung: Elektronen/Positronen, etwas weiter, aber immer noch kein brauchbarer Träger für Morsezeichen.
  • Gamma-Strahlung: Elektromagnetisch, ja – aber extrem hochfrequent, unmodulierbar und entsteht zufällig beim Zerfall.

Gamma-Strahlung ist zwar technisch eine EM-Welle, aber sie ist kein Funk. Sie ist eher wie ein schlecht gelaunter Laserpointer, der zufällig in alle Richtungen feuert und dabei alles ionisiert, was ihm zu nahe kommt.

Kurz: Radioaktive Strahlung ist ein miserabler Kommunikationskanal. Sie ist ungerichtet, unzuverlässig, zufällig und tötet den Empfänger schneller, als er die Nachricht dekodieren könnte.

☢️ 2. Historischer Überblick: Wer hat’s versucht?

2.1 Frühe Experimente (1900–1930)

In der Frühzeit der Kernphysik gab es tatsächlich Überlegungen, ob man die Intensität radioaktiver Quellen messen und als Signal nutzen könnte. Das Problem: Die Zerfallsrate folgt dem Poisson-Prozess – also reinem Zufall. Modulation? Fehlanzeige.

Einige Forscher versuchten, die Ionisationskammer als Detektor für schwache Signale zu nutzen. Das funktionierte – aber nur, um Strahlung zu messen, nicht um sie zu erzeugen.

2.2 Kalter Krieg: „Nuclear Communication“

Im Kalten Krieg wurde alles untersucht, was irgendwie nach „geheim“ klang. Dazu gehörte auch die Idee, ob man mit Neutronenstrahlung durch Fels oder Wasser kommunizieren könnte.

Ergebnis:

  • Ja, Neutronen durchdringen Materie.
  • Nein, man kann sie nicht modulieren.
  • Und ja, der Empfänger stirbt trotzdem.

2.3 Moderne Forschung: Neutrino-Kommunikation

Neutrinos sind die „Ghost Particles“ des Universums. Man kann sie theoretisch zur Kommunikation nutzen – und es wurde 2012 tatsächlich demonstriert.

Aber:

  • Man braucht einen Teilchenbeschleuniger als Sender.
  • Und einen kilometergroßen Detektor als Empfänger.
  • Datenrate: 0,1 Bit pro Sekunde.
  • Energieverbrauch: genug, um ein kleines Land zu heizen.

Für den Amateurfunker bedeutet das: Selbst wenn du die Endstufe auf 1 Terawatt hochdrehst – es reicht nicht.

☢️ 3. Warum radioaktive Strahlung keine Funkwellen ersetzt

3.1 Keine Modulation

Funk lebt von Modulation: AM, FM, SSB, QAM, OFDM, PSK – alles basiert auf kontrollierten Schwingungen. Radioaktiver Zerfall ist dagegen so kontrollierbar wie ein Fieldday mit 30 Funkamateuren und nur einer Grillwurst.

3.2 Keine gerichtete Abstrahlung

Eine Antenne bündelt EM-Wellen. Radioaktive Quellen strahlen isotrop – also in alle Richtungen. Das ist für Kommunikation schlecht, für Krebsentstehung hervorragend.

3.3 Keine Frequenzkontrolle

Funkwellen haben definierte Frequenzen. Radioaktive Strahlung hat Energieniveaus, die zufällig entstehen. Das ist, als würde man versuchen, CW zu geben, während jemand anders zufällig auf der Taste herumhämmert.

☢️ 4. Praktische Beispiele – wo Strahlung doch      kommuniziert

4.1 Geigerzähler als „Empfänger“

Ein Geigerzähler klickt, wenn Strahlung eintrifft. Man könnte theoretisch Morsezeichen „klicken“ lassen, indem man eine Quelle abschirmt und freigibt.

Das wäre dann die weltweit erste Kommunikation, bei der der Empfänger nach 30 Minuten eine Bleischürze braucht.

4.2 Radon als „Nachrichtenträger“

Radon diffundiert durch den Boden. Man könnte theoretisch Informationen durch kontrollierte Radonfreisetzung übertragen.

Datenrate: 1 Bit pro Tag. Empfänger: ein Lungenarzt.

4.3 Strahlungsbasierte Sensorik

In der Industrie nutzt man radioaktive Quellen zur Füllstandsmessung oder Materialprüfung. Das ist Kommunikation – aber nur zwischen Maschine und Messgerät, nicht zwischen Menschen.

☢️ 5. Warum Funkamateure das Thema lieben würden

Weil es:

  • exotisch klingt
  • gefährlich wirkt
  • garantiert niemand sonst macht
  • und man damit auf jedem OV-Abend glänzen könnte

Man stelle sich vor:

„Ich arbeite jetzt auf dem neuen Band: 0,0000000000000001 nm. Meine Antenne ist ein Stück Uran. SWR ist egal – der Dipol glüht sowieso.“

Oder der Klassiker:

„Ich habe QRP gemacht – 1 µCurie Output. Der Empfänger hat’s nicht überlebt, aber das Signal war sauber.“

☢️ 6. Fazit

Radioaktive Strahlung ist faszinierend, gefährlich und physikalisch hochkomplex – aber als Kommunikationsmedium völlig ungeeignet. Sie ist unmodulierbar, ungerichtet, zufällig und tödlich. Kurz: Der schlechteste Funkträger der Welt.

Wenn Funkamateure wirklich damit arbeiten könnten, gäbe es längst ein neues Contest-Format:

„CQ CQ CQ – hier ist DL0ATOM, bitte nur kurze Durchgänge, mein Dosimeter piept schon wieder.“

Warum Modulation unverzichtbar ist – und warum jede Kommunikation ohne sie im Chaos endet

Ein technischer Deep‑Dive mit historischem Kontext, Praxisbeispielen.

1. Kommunikation ohne Modulation – ein  Universum voller Stille

Modulation ist so selbstverständlich, dass viele erst merken, wie wichtig sie ist, wenn man sie weglässt. Stell dir vor, du hast einen perfekten Sender, der ein wunderschönes, sauberes, sinusförmiges Trägersignal abstrahlt – stabil, präzise, elegant.

Nur sagt er nichts.

Ein unmodulierter Träger ist wie ein Funkamateur, der auf dem OV-Abend sitzt, schweigend in sein Bier starrt und hofft, dass jemand seine Gedanken telepathisch dekodiert. Ohne Modulation passiert nichts. Gar nichts. Null Information.

 

2. Was Modulation eigentlich tut – die Kurzfassung für technisch Versierte

Modulation ist der Prozess, bei dem Information (Sprache, Daten, Musik, Telemetrie, das verzweifelte CQ eines Contesters) auf einen Träger aufgebracht wird.

Sie erfüllt drei fundamentale Aufgaben:

2.1 Sie macht Information transportierbar

Niederfrequente Signale (Sprache, Audio, Sensorwerte) können nicht weit reisen. Ein Mikrofon liefert vielleicht 3 kHz – das reicht nicht einmal bis zur nächsten Wand, geschweige denn um die halbe Welt.

Modulation hebt diese Information auf eine hochfrequente Welle, die sich ausbreiten kann.

2.2 Sie trennt verschiedene Kommunikationskanäle

Ohne Modulation würden alle Sender auf derselben Frequenz brüllen. Das wäre wie ein Fieldday, bei dem 40 Leute gleichzeitig CQ rufen – nur ohne die Illusion, dass irgendjemand antwortet.

2.3 Sie ermöglicht effiziente Nutzung des Spektrums

Ob AM, FM, SSB, QAM, OFDM oder PSK – Modulation bestimmt, wie viel Information pro Hertz übertragen werden kann. Ohne sie wäre das gesamte Funkspektrum ein einziger, unstrukturierter Brei.

3. Ein kurzer historischer Abriss – wie die Menschheit lernte, ihre Träger zu quälen

3.1 Die Frühzeit: „Spark Gap“ – Modulation durch Chaos

Die ersten Funksender erzeugten breitbandige Funken. Das war technisch gesehen eine Art Zufallsmodulation, die alles störte, was nicht bei drei auf dem Baum war.

Funkamateure würden heute sagen:

„Klingt wie mein Nachbar auf 80 m.“

3.2 AM – die erste echte Modulation

Amplitude Modulation war der Durchbruch: Man konnte Sprache übertragen, ohne dass der Empfänger starb oder das halbe Spektrum verbrannt wurde.

3.3 FM – weniger Rauschen, mehr Bandbreite

FM brachte bessere Qualität, aber auch den ersten Streit darüber, ob man wirklich so viel Bandbreite braucht. Der Streit dauert bis heute an, besonders in Amateurfunkforen, wo Bandbreite ungefähr so heilig ist wie die letzte Grillwurst beim Fieldday.

3.4 Digitale Modulation – Bits statt Bauchgefühl

Mit QAM, PSK und OFDM wurde Modulation zur Wissenschaft. Heute kann man Gigabit-Datenraten übertragen – und trotzdem schafft es mancher Funkamateur nicht, eine einfache APRS‑Position korrekt zu senden.

4. Praxisbeispiele – wo Modulation den Unterschied macht

4.1 Mobilfunk

Ohne Modulation gäbe es keine Smartphones. Stell dir vor, du würdest versuchen, ein TikTok‑Video über einen unmodulierten Träger zu streamen. Das Ergebnis wäre ein schwarzer Bildschirm – also exakt das, was manche Amateurfunker beim Einschalten ihres SDRs sehen.

4.2 Satellitenkommunikation

Satelliten nutzen komplexe Modulationsverfahren, um mit minimaler Leistung maximale Daten zu übertragen. Ohne Modulation wäre ein Satellit nur ein teurer, funkelnder Punkt am Himmel – also quasi ein QRP‑Sender im Orbit.

4.3 Amateurfunk

Ob CW, SSB, FM, FT8 oder JS8Call – alles basiert auf Modulation. FT8 ist dabei besonders beliebt, weil es endlich ermöglicht, QSOs zu führen, ohne mit Menschen reden zu müssen.

5. Warum Modulation im Amateurfunk besonders wichtig ist

Weil sonst jeder Funkamateur nur einen einzigen Knopf hätte: „Träger ein/aus“. Und seien wir ehrlich: Einige würden selbst damit noch überfordert sein.

Modulation ist das, was aus einem Funkgerät ein Kommunikationswerkzeug macht – und nicht nur einen teuren Heizlüfter mit Antennenanschluss.

5.1 Ohne Modulation gäbe es keine Betriebsarten

Keine CW‑Puristen, die behaupten, dass „echte Männer nur mit der Handtaste arbeiten“. Keine SSB‑Runden, in denen fünf Leute gleichzeitig reden und keiner zuhört. Keine FM‑Relais, auf denen sich zwei OMs über die richtige Länge eines Koaxkabels streiten. Keine digitalen Betriebsarten, die es ermöglichen, mit 5 W um die Welt zu kommen – und trotzdem niemanden zu beeindrucken.

5.2 Ohne Modulation gäbe es keine Störungen

Das wäre zwar schön, aber unrealistisch. Funkamateure würden garantiert Wege finden, selbst einen unmodulierten Träger zu übersteuern.

6. Fazit – Modulation ist das Herz jeder Kommunikation

Modulation ist nicht optional. Sie ist die Grundlage jeder Form von Informationsübertragung – vom ersten Funken bis zum modernen Glasfaser‑Backbone.

Ohne Modulation gäbe es:

  • keine Sprache über Funk
  • keine Datenübertragung
  • keine Satelliten
  • keine Mobilfunknetze
  • keine Amateurfunk‑Betriebsarten
  • und keine Möglichkeit, dass ein OM auf 80 m erklärt, warum früher alles besser war

Kurz: Ohne Modulation wäre die Welt still – und der Amateurfunk noch stiller.

Und das wäre vermutlich das erste Mal in der Geschichte, dass sich alle Funkamateure einig wären.

Update: Ein neuer Akteur im Äther: Der Sender auf 7910 kHz USB jetzt auf 7842 kHz USB

Nach dem Störsender auf 7910 kHz USB auftraten, hat der Zahlensender auf 7842 kHz USB gewechselt. Ursprung und Inhalte nach wie vor nicht gesichert. Zu vollen Stunde starten die Aussendungen.

📡 Parseval-Theorem: Energieerhaltung für Frequenz-Fetischisten


Oder: Warum dein Signal im Frequenzbereich genauso fett ist wie im Zeitbereich – und warum das selbst dein Großonkel mit Röhrenverstärker verstehen sollte.

🧠 Was ist das Parseval-Theorem?

Das Parseval-Theorem ist die Nachrichtentechnik-Version von „Du bekommst nichts geschenkt“. Es sagt: Die Energie eines Signals bleibt gleich – egal ob du es im Zeitbereich oder im Frequenzbereich betrachtest.

„Was du im Oszilloskop siehst, siehst du auch im Spektrumanalysator – nur anders angeordnet.“

Mathematisch ausgedrückt (keine Sorge, wir bleiben zahm):

  • Energie im Zeitbereich = Energie im Frequenzbereich

Das ist keine Magie, sondern Fourier-Logik. Und ja, es gilt auch für deine verrauschten 80-Meter-Morse-Signale.

🕰️ Entstehung: Ein Franzose, ein Mathematiker und ein Hauch Genie

Marc-Antoine Parseval, ein französischer Mathematiker des 18. Jahrhunderts, hatte die glorreiche Idee, dass man Reihenentwicklungen nicht nur zum Rechnen, sondern auch zum Denken nutzen kann. Er war seiner Zeit weit voraus – was bedeutet, dass ihn damals niemand verstand. Heute ist sein Theorem ein Grundpfeiler der Signalverarbeitung.

„Ein Mann, der Energieerhaltung mathematisch formuliert hat – und trotzdem nie ein Funkgerät besessen hat. Tragisch.“

⚙️ Praxisbeispiele: Wo Parseval wirklich rockt

🎧 Audioverarbeitung

  • Beim Equalizing von Musik wird Energie im Frequenzbereich manipuliert.
  • Parseval garantiert, dass du nicht versehentlich die Gesamtenergie ruinierst – außer du bist DJ auf TikTok.

📶 Funktechnik

  • Beim Design von Filtern (z. B. Bandpass) muss man wissen, wie viel Energie man durchlässt.
  • Parseval hilft, die Balance zu halten – wie ein britischer Butler mit Taschenrechner.

🛰️ Kommunikationstechnik

  • In OFDM-Systemen (z. B. WLAN, LTE) wird das Signal in viele kleine Frequenzhäppchen zerlegt.
  • Parseval stellt sicher, dass die Energie nicht verloren geht – nur verteilt wie Butter auf Toast.

📻 Amateurfunk: Parseval im Hobbylabor

Amateurfunker sind die letzten echten Fourier-Ritter. Sie hantieren mit:

  • Morsezeichen (CW), die im Frequenzbereich messerscharf sind
  • SSB-Signalen, die Energie effizient bündeln
  • digitalen Betriebsarten wie FT8, wo Parseval fast schon meditativ wirkt

„Wenn dein Signal im Zeitbereich aussieht wie ein betrunkener Regenwurm, aber im Frequenzbereich wie ein Laserstrahl – dann war Parseval am Werk.“

🧓 Die ewig Gestrigen: Röhren, Rauch und Reaktanz

Es gibt sie noch: Die Funkamateure, die Parseval für einen französischen Wein halten. Sie glauben, dass Energie nur durch Röhren fließt und dass Spektrumanalysatoren Teufelswerk sind.

„Ich vertraue nur dem Zeigerinstrument, das ich 1963 selbst kalibriert habe – mit einem Taschenmesser und einem Gebet.“

Für sie ist Parseval ein Fremdwort – aber ihre Signale gehorchen ihm trotzdem. Denn Physik ist gnadenlos gerecht – auch gegenüber Nostalgikern.

🔧 Optimierung: Was Parseval uns lehrt

  • Filterdesign: Energie gezielt verteilen, nicht verschwenden
  • Modulationsverfahren: Energieeffizient übertragen, ohne unnötige Bandbreite
  • Leistungsberechnung: Verstehen, wo die Energie wirklich sitzt – nicht nur wo sie blinkt

„Wer Parseval versteht, optimiert nicht nur sein Signal – sondern auch seinen Stromverbrauch. Und das ist sexy.“

🖤 Humor zum Schluss

  • Parseval ist wie ein Steuerberater: Er sagt dir, dass du nichts verloren hast – aber du fühlst dich trotzdem ärmer.
  • Wer Parseval ignoriert, baut Funkgeräte wie ein Toastbrot – warm, aber nutzlos.
  • Die Energie bleibt erhalten – außer du lässt dein Koaxkabel im Regen liegen. Dann ist sie weg. Für immer.

🎯 Fazit: Parseval ist kein Zauber – sondern Werkzeug

Das Parseval-Theorem ist kein akademischer Schnickschnack, sondern ein praktisches Werkzeug für jeden, der mit Signalen arbeitet. Ob du nun 5G entwickelst oder mit 5 Watt um die Welt funken willst – Parseval ist dein stiller Begleiter.

🛰️ Ein neuer Akteur im Äther: Der Sender auf 7910 kHz USB

Ein neuer mysteriöser Zahlensender auf 7910 kHz USB sorgt seit Anfang 2026 für Aufmerksamkeit in der Kurzwellen‑Szene. Die folgenden Informationen fassen den aktuellen Wissensstand zusammen und ordnen die Beobachtungen in den größeren Kontext der weltweiten Zahlensender‑Aktivitäten ein.

Seit Anfang 2026 melden europäische Kurzwellenhörer regelmäßig ungewöhnliche Übertragungen auf 7910 kHz USB. Die Signale bestehen aus klar gesprochenen Zahlenfolgen, die in festen Blöcken wiederholt werden. Die Struktur entspricht exakt dem klassischen Muster sogenannter One‑Way‑Voice‑Links – einseitiger, verschlüsselter Nachrichtenübermittlung, wie sie seit Jahrzehnten von Geheimdiensten genutzt wird.

Besonders auffällig ist die sprachliche Färbung der Durchsagen: Viele Hörer berichten von einer Farsi‑ähnlichen Aussprache, was früh zu Spekulationen über einen möglichen iranischen Ursprung führte.

🌍 Herkunft und technische Merkmale

Mehrere unabhängige Logs aus Mitteleuropa und Osteuropa zeigen übereinstimmende Merkmale:

  • Modulation: USB
  • Frequenz: 7910 kHz
  • Inhalt: Zahlenblöcke, teils wiederholt, teils in Sequenzen
  • Sprache: mutmaßlich Farsi oder farsi‑akzentuiertes Englisch
  • Signalstärke: stabil, deutet auf mittlere bis hohe Sendeleistung (geschätzt bis 10 kW)
  • Zeitliche Muster: unregelmäßig, aber meist abends europäischer Zeit

Die Kombination aus Sprache, Sendeleistung und Frequenzbereich passt zu bekannten iranischen Kurzwellenaktivitäten. Eine offizielle Bestätigung existiert jedoch nicht.

🕵️ Wer steckt dahinter?

Zahlensender sind traditionell anonym – das ist Teil ihres Zwecks. Dennoch lassen sich aus Mustern und technischen Details Rückschlüsse ziehen.

Wahrscheinliche Betreiberhypothesen

  • Iranische Dienste: Die Farsi‑Anmutung und die technische Signatur passen zu früheren iranischen Kurzwellenoperationen.
  • Fremde Dienste, die Farsi nutzen: Geheimdienste nutzen gelegentlich fremde Sprachen, um Herkunft zu verschleiern. Das ist möglich, aber derzeit nicht belegt.
  • Neue private oder militärische Station: Weniger wahrscheinlich, da Struktur und Inhalt klar in Richtung klassischer Zahlensender weisen.

Bislang gibt es keine eindeutigen Beweise, doch die Mehrheit der Beobachter ordnet den Sender vorsichtig dem iranischen Umfeld zu.

📡 Bedeutung im Kontext der Zahlensender

Zahlensender sind ein Relikt des Kalten Krieges – und gleichzeitig ein Werkzeug, das nie veraltet ist. Sie bieten:

  • Anonymität: Herkunft kaum nachweisbar
  • Sicherheit: Einwegkommunikation ist nicht abhörbar im Sinne von Rückverfolgung
  • Robustheit: Kurzwelle funktioniert weltweit, unabhängig von Internet oder Satelliten

Der Sender auf 7910 kHz fügt sich nahtlos in dieses Muster ein und zeigt, dass klassische Funkmethoden weiterhin aktiv genutzt werden.

🔎 Fazit

Der Zahlensender auf 7910 kHz USB ist ein neuer, bislang nicht offiziell identifizierter Akteur, dessen Merkmale stark auf einen iranischen Ursprung hindeuten. Die Übertragungen folgen dem typischen Muster verschlüsselter Agentenkommunikation und werden seit Anfang 2026 regelmäßig beobachtet. Trotz vieler Indizien bleibt der Betreiber anonym – wie es bei Zahlensendern üblich ist.

Einladung zum Treffen am 7. März 2026

Liebe Funkfreunde,

hiermit laden wir herzlich zum planmäßigen Treffen der Interessengruppe für Amateurfunk Bonn
(IGAFU-Bonn) ein.

📅 Datum: Samstag, 7. März 2026,
🕒 Uhrzeit: 12:00 Uhr,
📍 Ort: Clubraum der Interessengruppe in der Friesdorfer Straße 197, 53175 Bonn.

Geplant sind:

  • Antennen- und sonstige Arbeiten,
  • ein gemeinsamer Austausch zu aktuellen Themen rund um den Amateurfunk, um technische Entwicklungen sowie eigene Projekte,
  • Neben fachlichen Gesprächen soll auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kommen.

Interessierte sind – wie immer – herzlich willkommen. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

Viele Grüße
Helmut DB6NX

Mehr laden