â ïž Disclaimer: Der Empfang und insbesondere das Senden ĂŒber militĂ€rische Satelliten ist in nahezu allen LĂ€ndern strengstens verboten und kann schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Dieser Artikel dient ausschlieĂlich der technischen und historischen Betrachtung von dokumentierten PhĂ€nomenen. Wer hier auf dumme Ideen kommt, darf sich schon mal auf eine sehr persönliche Einladung der MilitĂ€rpolizei freuen â und die servieren keinen Kaffee.
1. Was ist âPiratenfunkâ auf MilitĂ€rsatelliten?
Unter Piratenfunk versteht man unautorisierte SprachĂŒbertragungen ĂŒber militĂ€rische UHF-Satelliten. Diese Relais, eigentlich fĂŒr Flottenkommunikation, taktische Einheiten oder NATO-Partner gedacht, sind teilweise ungeschĂŒtzt und reagieren schlicht auf jedes Signal im richtigen Frequenzbereich. Besonders in SĂŒdamerika (Brasilien ist berĂŒchtigt) haben Hobbyfunker diese âWeltraumsprechstellenâ zweckentfremdet â vom Plausch ĂŒber FuĂball bis hin zu Liebesdramen in FM-Modulation.
2. Typische Frequenzbereiche
Die relevanten Satelliten (z. B. FltSatCom, UFO, Skynet, ComSatBw) arbeiten im UHF-P-Band:
- 243â270 MHz (Downlink/Uplink)
- 292â318 MHz (weitere KanĂ€le)
Beobachter berichten, dass 255,550 MHz oder 260,475 MHz immer wieder von Piraten belegt wurden. Dort hört man dann weniger militĂ€rische Kommandos, sondern eher portugiesische FamiliengesprĂ€che â mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie ein NATO-Briefing, nur mit mehr FlĂŒchen.
3. Technische Voraussetzungen
- Antenne:
- Eine Kreuz-Yagi oder Helixantenne mit 10â15 dB Gewinn, auf den geostationĂ€ren Satelliten ausgerichtet.
- Alternativ: modifizierte Amateurfunkantennen fĂŒr 2m/70cm, angepasst auf 250 MHz.
- EmpfÀnger:
- Breitband-Scanner oder SDR (z. B. Airspy, SDRplay, HackRF).
- Muss schmalbandiges FM (NFM) im Bereich 240â320 MHz beherrschen.
- VorverstÀrker: Ein Low-Noise Amplifier (LNA) nahe der Antenne verbessert schwache Signale.
- Tracking: Da viele Satelliten geostationĂ€r sind, reicht eine feste Ausrichtung. FĂŒr HEO/LEO-Satelliten (z. B. russische Meridian) ist Rotorsteuerung nötig.
4. Bekannte Aussendungen und Inhalte
- Brasilianische Piraten: FuĂballĂŒbertragungen, FamiliengesprĂ€che, teils sogar Predigten.
- Kuriose FĂ€lle:
- Einmal wurde ein ganzer Karaoke-Abend ĂŒber einen US-Navy-Satelliten ĂŒbertragen.
- In den 2000ern hörte man auf 255 MHz eine Gruppe, die sich ĂŒber âzu teure Bierpreise in SĂŁo Pauloâ beschwerte â vermutlich die subversivste Nutzung eines Milliardenprojekts.
- MilitĂ€rische Reaktionen: 2009 wurden in Brasilien 39 Personen wegen solcher AktivitĂ€ten verhaftet. Das zeigt: Die Betreiber hören sehr wohl mit â und lachen vermutlich nicht.
5. Schwarzer Humor am Rande
- Funkamateure sagen: âWer auf MilitĂ€rsatelliten sendet, spielt russisches Roulette â nur dass die Trommel diesmal ein globales Abhörnetz ist.â
- Ein alter DXer meinte: âDie Brasilianer nutzen US-Satelliten wie wir frĂŒher CB-Funk â nur dass bei ihnen der Nachbar plötzlich ein Admiral sein könnte.â
- Und das wohl schwĂ€rzeste Bonmot: âWenn du auf 255 MHz plauderst, hörst du vielleicht die Welt â aber die Welt hört garantiert auch dich.â
đĄ Typische Frequenzbereiche
| Frequenz (MHz) | Nutzung / Beobachtung | Modulation | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 243â270 | UHF-Satcom Down-/Uplink | NFM (schmalband FM) | Klassischer Bereich, in Brasilien oft von âPiratenâ belegt |
| 255,550 | HĂ€ufig dokumentierte Piratenfrequenz | NFM | FuĂball, Smalltalk, Predigten â alles auĂer MilitĂ€r |
| 260,475 | Ebenfalls mehrfach beobachtet | NFM | Familiendramen und Karaoke statt Kommandos |
| 292â318 | Erweiterte KanĂ€le | NFM | Weniger frequentiert, aber technisch nutzbar |
â°ïž Fazit mit schwarzem Augenzwinkern
Piratenfunk auf MilitĂ€rsatelliten ist technisch faszinierend, rechtlich brandgefĂ€hrlich und inhaltlich oft banaler als jede CB-Funkrunde. Wer zuhört, bekommt Alltagsdramen aus 36.000 km Höhe â wer sendet, bekommt Besuch.
Oder wie ein alter DXer sagte: âManche Leute spielen mit Feuer â andere mit MilitĂ€rsatelliten. Der Unterschied: Beim Feuer kommt die Feuerwehr, beim Satelliten die Marines.â
Oder wie man in der Szene sagt: âSatellitenpiraten sind die einzigen, die mit einem HandfunkgerĂ€t die NATO nervös machen können â und das ist schon fast Kunst.â














