Das Ohmsche Gesetz lautet:
Oder in der Sprache eines Lehrers mit strengem Seitenscheitel:
„Wenn du mehr Spannung gibst, fließt mehr Strom. Wenn du mehr Widerstand einbaust, fließt weniger. Und wenn du beides gleichzeitig machst, dann weiß der Strom auch nicht mehr, wo ihm der Kopf steht.“
Die drei Größen im Überblick
- U – Spannung: Der „Druck“, der die Elektronen antreibt.
- I – Strom: Die Menge an Elektronen, die pro Sekunde vorbeikommt.
- R – Widerstand: Der Spielverderber, der sagt: „Langsam, Jungs!“
🧪 Wo begegnet uns das Ohmsche Gesetz im Alltag?
1. Der Wasserkocher
Mehr Spannung → mehr Strom → schneller heiß. Weniger Spannung → lauwarmer Tee → schlechte Laune.
2. Die Handy‑Ladung
Ein Ladekabel mit zu dünnem Querschnitt hat hohen Widerstand. Ergebnis: Das Handy lädt so langsam, dass man zwischendurch ein neues Handy kaufen könnte.
3. Die Weihnachtsbeleuchtung
Wenn ein Lämpchen durchbrennt, steigt der Widerstand. Ergebnis: Die ganze Kette geht aus – und der Amateurfunker behauptet, er könne das „mit einem Multimeter und einem Bier“ in fünf Minuten reparieren. Er braucht dann aber doch drei Stunden und zwei Bier.
4. Der menschliche Körper
Wasser + Mensch + Strom = sehr niedriger Widerstand. Ergebnis: Keine gute Idee. (Ohm hätte das vermutlich als Fußnote erwähnt.)
🧠 Wie man sich das Ohmsche Gesetz besser merken kann
1. Die „Wasserrohr‑Analogie“
- Spannung = Wasserdruck
- Strom = Wassermenge
- Widerstand = Rohrdurchmesser
Je enger das Rohr, desto weniger Wasser kommt durch. Je mehr Druck, desto mehr fließt.
2. Die „Amateurfunk‑Analogie“
- Spannung = der Funkamateur, der unbedingt reden will
- Strom = die Menge an Worten, die tatsächlich rauskommen
- Widerstand = der Rest des Stammtisches, der versucht, ihn zu bremsen
Wenn der Widerstand hoch ist, redet er weniger. Wenn der Widerstand niedrig ist, redet er ununterbrochen. Wenn die Spannung hoch ist, redet er trotz Widerstand.
3. Die „Pizza‑Analogie“
- Spannung = Hunger
- Strom = Anzahl der gegessenen Stücke
- Widerstand = schlechtes Gewissen
Mehr Hunger → mehr Pizza. Mehr schlechtes Gewissen → weniger Pizza. Mehr Hunger und schlechtes Gewissen → Konflikt, der nur durch Nachtisch lösbar ist.
📡 Bezug zum Amateurfunk
Der typische Funkamateur kennt das Ohmsche Gesetz natürlich auswendig. Er erklärt es auch jedem – ob derjenige will oder nicht.
Beispielhafte Szene:
„Also Jungchen, dat Ohmsche Gesetz, dat is ganz einfach. Wenn du da 12 Volt draufgibst und der Widerstand 6 Ohm hat, dann fließen 2 Ampere. Dat weiß doch jeder! Ich hab dat schon gemessen, da warst du noch Quarz im Oszillator!“
Und dann zeigt er dir stolz einen selbstgebauten Dummy‑Load, der aussieht wie ein Heizlüfter aus dem Jahr 1952, aber angeblich „bis 500 Watt locker wegsteckt“. Tut er auch – allerdings in Form von Rauch.

🎯 Fazit
Das Ohmsche Gesetz ist simpel, aber fundamental. Es erklärt, warum Strom fließt, wie viel fließt und was passiert, wenn man Bauteile kombiniert. Es steckt in jedem Gerät, das wir benutzen – vom Toaster bis zum Funkgerät.
Und wer es einmal verstanden hat, kann nicht nur Schaltungen berechnen, sondern auch beim nächsten Amateurfunk‑Stammtisch souverän nicken, wenn der Oberstudienrat wieder erklärt, dass er das alles schon wusste, bevor Ohm überhaupt geboren wurde.