Hallo zusammen,
die folgenden Funkflohmärkte stehen vor der Türe:
- Sonntag, der 26.04.2026: 7. FUNK.TAG KASSEL 2026
- Samstag, der 09.05.2026: 43. Bergheimer Amateurfunk-Flohmarkt
- Freitag bis Sonntag, 26. – 28.06.2026: HAM RADIO Friedrichshafen
Apr. 17
Hallo zusammen,
die folgenden Funkflohmärkte stehen vor der Türe:
Apr. 15
Das Ohmsche Gesetz lautet:
Oder in der Sprache eines Lehrers mit strengem Seitenscheitel:
„Wenn du mehr Spannung gibst, fließt mehr Strom. Wenn du mehr Widerstand einbaust, fließt weniger. Und wenn du beides gleichzeitig machst, dann weiß der Strom auch nicht mehr, wo ihm der Kopf steht.“
Mehr Spannung → mehr Strom → schneller heiß. Weniger Spannung → lauwarmer Tee → schlechte Laune.
Ein Ladekabel mit zu dünnem Querschnitt hat hohen Widerstand. Ergebnis: Das Handy lädt so langsam, dass man zwischendurch ein neues Handy kaufen könnte.
Wenn ein Lämpchen durchbrennt, steigt der Widerstand. Ergebnis: Die ganze Kette geht aus – und der Amateurfunker behauptet, er könne das „mit einem Multimeter und einem Bier“ in fünf Minuten reparieren. Er braucht dann aber doch drei Stunden und zwei Bier.
Wasser + Mensch + Strom = sehr niedriger Widerstand. Ergebnis: Keine gute Idee. (Ohm hätte das vermutlich als Fußnote erwähnt.)
Je enger das Rohr, desto weniger Wasser kommt durch. Je mehr Druck, desto mehr fließt.
Wenn der Widerstand hoch ist, redet er weniger. Wenn der Widerstand niedrig ist, redet er ununterbrochen. Wenn die Spannung hoch ist, redet er trotz Widerstand.
Mehr Hunger → mehr Pizza. Mehr schlechtes Gewissen → weniger Pizza. Mehr Hunger und schlechtes Gewissen → Konflikt, der nur durch Nachtisch lösbar ist.
Der typische Funkamateur kennt das Ohmsche Gesetz natürlich auswendig. Er erklärt es auch jedem – ob derjenige will oder nicht.
Beispielhafte Szene:
„Also Jungchen, dat Ohmsche Gesetz, dat is ganz einfach. Wenn du da 12 Volt draufgibst und der Widerstand 6 Ohm hat, dann fließen 2 Ampere. Dat weiß doch jeder! Ich hab dat schon gemessen, da warst du noch Quarz im Oszillator!“
Und dann zeigt er dir stolz einen selbstgebauten Dummy‑Load, der aussieht wie ein Heizlüfter aus dem Jahr 1952, aber angeblich „bis 500 Watt locker wegsteckt“. Tut er auch – allerdings in Form von Rauch.

Das Ohmsche Gesetz ist simpel, aber fundamental. Es erklärt, warum Strom fließt, wie viel fließt und was passiert, wenn man Bauteile kombiniert. Es steckt in jedem Gerät, das wir benutzen – vom Toaster bis zum Funkgerät.
Und wer es einmal verstanden hat, kann nicht nur Schaltungen berechnen, sondern auch beim nächsten Amateurfunk‑Stammtisch souverän nicken, wenn der Oberstudienrat wieder erklärt, dass er das alles schon wusste, bevor Ohm überhaupt geboren wurde.
Apr. 14
Ja, ist denn schon wieder Donnerstag?
Dann erinnern wir Dich an unser planmäßiges Treffen am kommenden Donnerstag, den 16.04.26, um 17:00 Uhr in der Friesdorfer Straße 197 (ganz oben, wo die Antennen wachsen!).
Du kommst doch? Es wird – wie jedes Treffen – unterhaltsam und informativ.
Apr. 12
Du kennst das: Auf dem OV-Abend wird wieder darüber gestritten, ob 100 W „QRP genug“ sind, und irgendwer erklärt dir, dass „früher mit einem nassen Bindfaden um den Balkon alles besser ging“. Währenddessen sitzen im Hintergrund ein paar Milliwatt und funken leise um die Welt. Das ist WSPR.

WSPR steht für „Weak Signal Propagation Reporter“ – eine digitale Betriebsart und ein Protokoll, das speziell dafür entwickelt wurde, extrem schwache Signale auszuwerten und damit Funkwellenausbreitung messbar zu machen.
Kernidee:
Damit kannst du sehen:
WSPR ist also eher ein wissenschaftliches Messinstrument als eine klassische Betriebsart. Wer damit „Plaudern“ will, hat das Konzept ungefähr so verstanden wie jemand, der mit einem Oszilloskop versucht, E-Mails zu schreiben.

Typische Anwendungen:
Kurz: WSPR ist das Gegenteil von „gefühlt geht das gut“ – es liefert dir harte Daten, die dem Bauchgefühl der Besserwisser gern mal ins Gesicht springen.
WSPR stammt aus der Feder von Joseph Hooton Taylor Jr., K1JT, Nobelpreisträger für Physik (Pulsare, Gravitationswellen, so Kleinkram) und Funkamateur.
Er hat eine ganze Familie von digitalen Betriebsarten geschaffen (WSJT, JT65, FT8, usw.), alle mit einem Ziel: extrem schwache Signale zuverlässig dekodieren. WSPR ist dabei die Variante, die speziell auf Ausbreitungsbeobachtung optimiert ist.
Die Software ist Open Source, wird von einem kleinen Entwicklerteam weiter gepflegt und läuft auf praktisch allem, was eine Soundkarte und ein halbwegs funktionierendes Betriebssystem hat.
Während also manche im Shack noch darüber diskutieren, ob ein Computer „echter Amateurfunk“ ist, haben Taylor & Co. längst dafür gesorgt, dass ein paar Milliwatt mit mathematischer Präzision um den Globus flüstern.
Ein WSPR-Signal klingt wie ein leicht nerviger, sehr schmalbandiger Ton, der über knapp zwei Minuten ganz langsam seine Frequenz ändert. Hinter diesem scheinbar simplen „Pfeifen“ steckt eine ziemlich raffinierte Struktur.

Diese Informationen werden komprimiert, codiert und mit Fehlerkorrektur versehen, sodass am Ende eine relativ kleine Datenmenge entsteht, die extrem robust übertragen werden kann.
WSPR verwendet 4-FSK, also eine Frequenzumtastung mit vier verschiedenen Tonfrequenzen.
Die eigentliche Kunst passiert aber nicht in der HF, sondern in der Signalverarbeitung:
Ergebnis: WSPR-Signale können noch dekodiert werden, wenn sie deutlich unter der Hörschwelle liegen – typischerweise bis etwa 20–30 dB unter dem Rauschen in einem 2,5 kHz-Audiofenster.
Oder anders gesagt: Während der „Alles-Könner“ im Shack behauptet, „da ist nix zu hören“, hat WSPR längst 50 Spots in 10 000 km Entfernung gesammelt.
| Aspekt | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Bandbreite | Extrem schmal, nur wenige Hertz – sehr effizient im Spektrum. | Nicht für hohe Datenraten geeignet, nur Minimalinformationen. |
| Empfindlichkeit | Dekodierbar weit unterhalb der Hörschwelle. | Erfordert exakte Frequenz- und Zeitsynchronisation. |
| Robustheit | Fehlerkorrektur macht das System sehr tolerant gegenüber Störungen. | Wenn es zu gestört ist, gibt es keine „halben“ Dekodierungen – alles oder nichts. |
| Implementierung | Relativ einfach mit SSB-TRX + Soundkarte realisierbar. | Präzise Taktung und Frequenzstabilität sind Pflicht, Billig-Quarze können nerven. |
| Ausbreitungsanalyse | Ideal für statistische Auswertung und globale Karten. | Für echte Kommunikation (Dialog) ungeeignet. |
| Leistungsbedarf | Funktioniert mit wenigen Milliwatt – perfekt für QRP und Solar. | Hohe Sendeleistung ist sinnlos, aber wird trotzdem gern „aus Prinzip“ genutzt. |
| Betriebsabwicklung | Vollautomatisierbar, 24/7-Betrieb möglich. | Wer „Funkgespräch“ erwartet, wird bitter enttäuscht – es funkt ohne dich. |
| HF-Sauberkeit | Schmalbandig, gut kontrollierbar, wenig Nebenaussendungen bei sauberem Setup. | Schlechte Soundkarten, falsche Pegel oder übersteuerte PA ruinieren alles. |
Mit WSPR kannst du sehr nüchtern testen:
Wenn deine „supergeheime Balkonantenne“ mit 5 W WSPR weltweit kaum Spots erzeugt, liegt das Problem selten an der Ionosphäre.
WSPR zeigt gnadenlos:
WSPR ist ein wunderbares Werkzeug, um Aussagen wie:
„Mit der Antenne kommst du niemals über 500 km!“
durch einen einfachen Blick auf die WSPR-Karte zu entkräften. Wenn die Spots aus Übersee im Log stehen, ist die Diskussion meist schneller vorbei als der nächste OV-Klönschnack.
Ohne in Konfigurationsorgien abzudriften, sieht ein typischer Ablauf so aus:
Und ja: Das Ganze funktioniert auch komplett empfangsseitig – ein reiner WSPR-Empfänger ist ein hervorragendes Werkzeug, um die Ausbreitung zu beobachten, ohne selbst zu senden.
WSPR ist im Kern eine freundliche, aber sehr direkte Antwort auf viele liebgewonnene Mythen im Hobby:
WSPR sagt:
Wer das nicht mag, kann natürlich weiter behaupten, dass früher alles besser war. Der Rest schaut sich währenddessen in Ruhe die WSPR-Karte an und sieht in Echtzeit, wie die Welt funkt.
Apr. 08
Ein technisch anspruchsvoller, leicht schwarzhumoriger Deep‑Dive für Funkamateure, SDR‑Nerds und CB‑Funker, die glauben, dass „mehr Watt“ jedes Problem löst.

Die Rauschzahl ist die stille, aber gnadenlose Instanz, die entscheidet, ob du ein schwaches Signal hörst – oder nur das akustische Äquivalent eines tropfenden Wasserhahns in einer Blechdose. Sie bestimmt, wie viel Eigenrauschen ein Gerät erzeugt und wie sehr es das Signal‑Rausch‑Verhältnis verschlechtert.
Und ja, sie ist wichtiger als die Frage, ob dein Funkkollege auf 80 m wieder mit 2 kW „QRP“ unterwegs ist.
Ein idealer Verstärker würde das SNR unverändert lassen. Ein realer Verstärker tut das nicht – er fügt Rauschen hinzu. Die Rauschzahl beschreibt genau diese Verschlechterung.
Im Hintergrund wirken thermische Effekte, Elektronenbewegung und unvermeidbare physikalische Prozesse. Kurz: Die Natur rauscht. Und sie tut das völlig ohne Rücksicht auf deine DX‑Ambitionen.
Jedes Bauteil erzeugt thermisches Rauschen. Es entsteht durch die zufällige Bewegung von Elektronen. Je höher die Temperatur und je größer die Bandbreite, desto mehr Rauschen.
Das bedeutet:
Die Rauschzahl vergleicht:
Das erste aktive Bauteil in der Kette bestimmt fast die gesamte System‑Rauschzahl. Das ist die berühmte Friis‑Regel – oder wie Funkamateure sagen:
„Wenn der erste Verstärker Mist ist, bleibt alles Mist.“
| Gerätetyp | Typische Rauschzahl | Bedeutung | Kommentar |
|---|---|---|---|
| LNB (Sat) | 0,1–0,7 dB | extrem wichtig | Marketingwerte sind oft optimistisch wie ein CB‑Funker vor der Polizei |
| Mastvorverstärker (VHF/UHF) | 1–2 dB | sehr gut | Ideal für DX und schwache Signale |
| HF‑Vorverstärker (Hamradio) | 0,5–2 dB | entscheidend | Pflicht für EME, Meteor Scatter, Weak‑Signal |
| SDR‑Empfänger | 3–10 dB | mittelmäßig | SDRs leben von guten LNAs davor |
| CB‑Funk‑Empfänger | 5–8 dB | ausreichend | Die Nutzer sind lauter als das Rauschen |
| Billig‑Vorverstärker aus dem Internet | 4–12 dB | katastrophal | Verstärkt alles – außer dem Nutzsignal |
Ob EME, QRP, Satellit oder einfach nur „ich will Island hören“ – das Signal ist oft winzig. Wenn dein Empfänger 5 dB NF hat, aber das Signal nur 2 dB über dem Grundrauschen liegt, hörst du:
Nichts. Absolut nichts. (Außer vielleicht den Nachbarn, der wieder mit 500 W auf 11 m „legal“ funkt.)
Ein guter LNA mit niedriger Rauschzahl entscheidet über Erfolg oder Frust. Er bestimmt, ob dein SDR ein DX‑Signal sieht – oder nur ein weißes Rauschteppich‑Gemälde.
Im CB‑Funk ist die Rauschzahl oft zweitrangig, weil:
Jeder dB Verlust vor dem LNA erhöht die effektive Rauschzahl dramatisch.
Also:
Eine bessere Antenne verbessert das SNR vor dem Verstärker. Das ist die eleganteste Lösung – und die, die Funkamateure am seltensten wählen, weil:
„Warum eine bessere Antenne bauen, wenn man stattdessen 12 Vorverstärker in Serie schalten kann?“
Kühlere Bauteile rauschen weniger. Aber bitte keine LNAs in den Kühlschrank legen – Kondenswasser ist ein schlechter HF‑Leiter.
Die Rauschzahl entscheidet, ob du:
Sie ist die wichtigste Kenngröße für:
Wer die Rauschzahl versteht, versteht den Funk. Wer sie ignoriert, hört nur Rauschen – und gelegentlich den eigenen Frust.
Apr. 05
Ein technischer, aber unterhaltsamer Blick auf einen Klassiker, der seit Jahrzehnten mehr Diskussionen auslöst als jedes neue Icom‑Firmware‑Update.

Die G5RV‑Antenne wurde in den 1940er‑Jahren von Louis Varney (G5RV) entwickelt – einem Mann, der offenbar beschlossen hatte, dass Funkamateure ruhig ein bisschen leiden dürfen, solange sie dafür eine Multiband‑Antenne bekommen. Ursprünglich war sie für 20 Meter optimiert, aber wie so oft im Amateurfunk wurde sie später zum „Multiband‑Wunder“ verklärt, das angeblich alles kann – außer Kaffee kochen.
Varney selbst hätte vermutlich gelacht, wenn er wüsste, wie viele Funkamateure heute glauben, die G5RV sei eine Art heilige Antenne, die nur funktioniert, wenn man sie exakt nach Mondphase und Sternzeichen ausrichtet.
Die G5RV ist im Kern ein symmetrisch gespeister Dipol, aber mit einem entscheidenden Zusatz:
Die Konstruktion besteht aus:
Der Hühnerleiter wirkt als Impedanztransformator, der auf mehreren Bändern brauchbare Anpassungen erzeugt. Das ist kein Zauber, sondern clevere HF‑Technik: Die Leitungslänge ist so gewählt, dass sie auf 20 m eine günstige Impedanz liefert – und auf anderen Bändern zumindest etwas, das ein Tuner nicht sofort in die Knie zwingt.
Kurz gesagt: Die G5RV ist ein HF‑Kompromiss, aber ein erstaunlich gut funktionierender.
Hier spielt sie ihre volle Stärke aus. Effizient, sauber, gutmütig – fast so, als hätte Varney sie genau dafür gebaut. (Spoiler: Hat er.)
Mit einem ordentlichen Tuner liefert sie solide Ergebnisse. Nicht perfekt, aber absolut praxistauglich.
Dank Oberwellenmoden funktioniert sie auf vielen höheren Bändern erstaunlich gut. Manchmal sogar besser als moderne Multiband‑Drahtmonster, die aussehen wie ein UFO‑Fangnetz.
31 m Gesamtlänge sind nicht winzig, aber im Vergleich zu Voll‑Resonanz‑Antennen für 80 m ist die G5RV fast schon „kompakt“.

| Band | Effektivität | Bemerkung |
|---|---|---|
| 80 m | mittel | Tuner Pflicht, aber brauchbar |
| 40 m | gut | gute Abstrahlung, stabile Leistung |
| 30 m | mittel | funktioniert, aber nicht optimal |
| 20 m | sehr gut | das Band, für das sie gebaut wurde |
| 17 m | mittel | Tuner nötig |
| 15 m | gut | Oberwellenbetrieb |
| 12 m | gut | ebenfalls Oberwellen |
| 10 m | gut | oft erstaunlich effektiv |
Die G5RV ist also keine „Allband‑Antenne“, aber eine Multiband‑Antenne mit klaren Stärken.
Die G5RV ist eine Antenne, die Funkamateure in zwei Lager spaltet:
Die Wahrheit liegt – wie so oft im Amateurfunk – irgendwo dazwischen.
Und während moderne Funkamateure über SDR‑Technik, digitale Modi und 4‑kW‑Endstufen philosophieren, hängt die G5RV stoisch im Garten und denkt sich:
„Ich war schon Multiband, als ihr noch mit dem Lötkolben die Finger verbrannt habt.“
Die G5RV ist:
Sie ist keine Wunderantenne, aber eine ehrliche, robuste und effektive Lösung für Funkamateure, die viele Bänder mit einem einzigen Draht abdecken wollen – ohne dass der Garten aussieht wie ein Antennen‑Friedhof.
Und sie erinnert uns daran, dass Amateurfunk nicht nur aus perfekter Technik besteht, sondern auch aus Tradition, Pragmatismus und einer guten Portion Selbstironie.
Apr. 02

| Komponente | Zweck |
|---|---|
| NanoVNA (z. B. H4 oder V2) | HF‑Messgerät für S11 (Reflexion) |
| Kalibrierset (Open/Short/Load) | Genauigkeit sicherstellen |
| SMA‑Adapter auf PL/N/BNC | Anschluss an Antenne/Kabel |
| Kurzes Koaxkabel (z. B. RG316) | Verbindung NanoVNA ↔ Antenne |
| Powerbank oder USB‑Strom | Mobilbetrieb |
| NanoVNA‑Saver Software (PC) | Komfortable Auswertung |
| Optional: Mantelwellensperre | Störungsarm messen |
CAL → Reset → CalibrateSave 0)💀 CB‑Funker würden hier schon aufgeben, weil „das Ding keine Knöpfe hat“.
SWR, Impedanz, Smith‑Chart| Parameter | Bedeutung | Interpretation |
|---|---|---|
| SWR < 2 | brauchbar angepasst | gut für Praxis |
| Z ≈ 50 Ω | perfekte Anpassung | selten, aber möglich |
| Z = 200–600 Ω | hochohmig, evtl. für Tuner gedacht | G5RV‑Alarm |
| Imaginärteil ≠ 0 | kapazitiv/induktiv → nicht resonant | Anpassnetzwerk nötig |
🧠 Viele Funkamateure glauben, dass ein SWR‑Minimum automatisch Resonanz bedeutet. Der NanoVNA zeigt dir, dass das oft nur ein „Zufall durch Koax‑Verluste“ ist.
März 30
Erinnerung!
Am Karsamstag, den 04.04.2026, 12:00 Uhr findet unser planmäßiges Treffen statt. Besondere Aktivitäten sind hier nicht bekannt. Aber man muss ja auch nicht immer einen triftigen Grund haben, um gemütlich zusammen zu kommen.
Bis dahin!
März 29
Ein technischer, praxisnaher Leitfaden mit tiefem Schwarzhumor für alle, die mehr messen wollen als nur SWR‑Balken auf einem Baumarkt‑Stehwellenmeter.

Ein Vektorieller Netzwerkanalysator (VNA) misst, wie ein System auf HF‑Signale reagiert. Konkret kann er:
Der NanoVNA ist die „China‑Version“ eines teuren Labor‑VNAs – nur kleiner, bunter und mit mehr Plastik. Er ist:
Kurz gesagt:
Der NanoVNA zeigt dir, dass deine „perfekt abgestimmte“ Antenne in Wahrheit ein Heizstrahler mit Funkambitionen ist.
| Messaufgabe | Möglich? | Port(e) | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| SWR von Antennen | Ja | CH0 (S11) | Antennenbau, Abstimmung, Fehlersuche |
| Impedanz von Antennen | Ja | CH0 | Anpassung, Resonanzfrequenz |
| Kabellänge und Fehlerstelle | Ja | CH0 | Koax prüfen, Bruchstellen finden |
| Dämpfung von Kabeln | Ja | CH0/CH1 | Qualitätsprüfung, Vergleich alt/neu |
| Filtercharakteristik (Bandpass etc.) | Ja | CH0→CH1 | Selbstbaufilter, Kaufteile prüfen |
| Resonanz von Spulen/Kondensatoren | Ja | CH0 | Bauteilprüfung, Eigenresonanz |
| Duplexer/Weichen testen | Ja | CH0/CH1 | Relaisstellen, Multiband‑Setups |
| Baluns/Ununs messen | Ja | CH0 | Übertragungsverhältnis, Bandbreite |
| Verstärker‑Durchgang (nur S21, keine Leistung!) | Eingeschränkt | CH0→CH1 | Kleinsignal‑Gain, Frequenzgang |
| SWR‑Brücken ersetzen | Ja | CH0 | Deutlich genauer als „Zeiger wackelt“‑Messgeräte |
Und ganz wichtig:
Geduld. Der NanoVNA misst ehrlich – aber er erklärt dir nicht, warum deine Antenne schlecht ist. Das musst du schon selbst herausfinden.

Schritt 1: Kalibrierung
Schritt 2: Antenne anschließen
Schritt 3: Auswertung
Schritt 4: Optimierung
Und ja:
Der NanoVNA zeigt dir gnadenlos, dass deine „für alle Bänder perfekte“ G5RV in Wahrheit auf manchen Bändern eher ein Heizlüfter ist.
Schritt 1: Frequenzbereich wählen
Schritt 2: Kalibrieren (CH0)
Schritt 3: Kabel anschließen
Schritt 4: TDR‑ähnliche Auswertung
Mit geeigneter Software (z. B. NanoVNA‑Saver) kann man aus der Phasenlage und Resonanzen die Kabellänge bestimmen. Alternativ:
Praktischer Nutzen:
So findest du heraus, ob dein „super steiler China‑Bandpassfilter“ wirklich filtert – oder nur hübsch aussieht.
So erkennst du, ob dein Balun ein HF‑Bauteil ist – oder nur ein hübsch gewickelter Ferritklotz.
| Anwendung | Nutzen | Typischer Aha‑Effekt |
|---|---|---|
| Antennenmessung | SWR, Resonanz, Anpassung | „Meine Antenne war nie resonant, nur geduldig.“ |
| Kabelprüfung | Länge, Dämpfung, Fehlerstellen | „Das Koax ist der eigentliche Dummy Load.“ |
| Filtermessung | Durchlass, Sperrbereich, Flanken | „Der teure Filter ist nur ein Deko‑Bauteil.“ |
| Balun/Unun‑Test | Übersetzung, Bandbreite | „Mein 1:9‑Unun ist eher 1:irgendwas.“ |
| Bauteilresonanz | Spulen, Kondensatoren, Eigenresonanzen | „Die Spule ist bei 20 MHz schon eine Antenne.“ |
| Relaisstellen/Weichen | Isolation, Durchgang, Frequenzverhalten | „Der Duplexer ist eher ein Triplexer ins Chaos.“ |
Der NanoVNA ist kein Spielzeug – auch wenn er so aussieht. Er ist ein extrem mächtiges Werkzeug, das:
Er zwingt dich, HF nicht zu glauben, sondern zu messen. Und genau das unterscheidet den „Knopf‑Dreher“ vom Techniker.
Wer den NanoVNA beherrscht, baut bessere Antennen, versteht seine Station und hört mehr als nur Rauschen und CB‑Gequake. Wer ihn ignoriert, bleibt bei:
„SWR ist 1:1, also muss alles gut sein.“
März 28
Rudolf Binz (DL3SO) — Funkpionier, Ingenieur und internationaler Frequenzexperte. Entdecken Sie auf unserer Seite das Leben eines Mannes, der Amateurfunk nicht nur als Hobby, sondern als Brücke zwischen Menschen und Nationen lebte — und als einer der Wegbereiter der IGAFU‑Bonn die Grundlagen für heutige Hilfs‑ und Koordinationsnetze mitprägte.
Hier die PDF, welche er uns damals zu Verfügung stellte.