Good to know: Bau-Idee Phased-Array UKW Antenne

đŸ› ïž Bauanleitung: 4‑Element‑UKW‑Phased‑Array (Beispiel 144 MHz)

📋 Benötigte Komponenten

  • 4 λ/2‑Dipole (kann auch als kurze Yagi-Elemente ausgefĂŒhrt werden)
  • Mast aus nicht leitendem Material (z. B. GFK), ca. 3–5 m hoch
  • Koaxkabel (50 Ω, z. B. RG‑213 oder Aircell 7) in exakt berechneten LĂ€ngen fĂŒr die Phasenverschiebung
  • Wetterfeste Umschalter oder Relaisbox fĂŒr das Umschalten der Strahlrichtung
  • Verteiler/Combiner (z. B. Wilkinson‑Teiler oder einfaches Koax‑T-StĂŒck fĂŒr den Selbstbau)
  • Befestigungsmaterial (Mastschellen, Kabelbinder, UV‑bestĂ€ndiges Isolierband)

đŸ§© Aufbau‑Schritte

  1. Mast vorbereiten: Fest im Boden oder auf einem Rotor montieren (Rotor optional – Schwenk erfolgt elektronisch).
  2. Dipole montieren: In gleichmĂ€ĂŸigem Abstand (z. B. ~1 m) vertikal am Mast anbringen.
  3. Koaxleitungen zuschneiden: Auf die erforderlichen LĂ€ngen bringen, um die gewĂŒnschte Phasenverschiebung (typisch 0° oder 90°) zu erreichen.
  4. Verkabelung: Dipole mit Combiner verbinden; Phasenkabel zwischen den Elementen entsprechend anordnen.
  5. Steuereinheit installieren: Umschalter oder Relaisbox wetterfest am Mast oder an der Station anbringen.
  6. Testbetrieb: SWR prĂŒfen, ggf. LĂ€ngen der Kabel leicht anpassen; Strahlrichtung durch Umschalten kontrollieren.

💡 Praxis‑Tipps

  • Abschirmung: Koaxkabel sauber verlegen, um StöreinflĂŒsse zu minimieren.
  • Wasserfestigkeit: ÜbergĂ€nge und Stecker mit selbstverschweißendem Band schĂŒtzen.
  • Erweiterbarkeit: Anlage so planen, dass spĂ€ter weitere Elemente hinzugefĂŒgt werden können.

Vorteil: Du kannst mit diesem Setup die Abstrahlrichtung in Millisekunden umschalten – perfekt fĂŒr Contest‑Pile‑Ups oder wechselnde Überreichweiten.

đŸ§© Funktionsprinzip der Schaltmatrix

  • Phasenumkehr: Umschalter oder Relais tauschen die AnschlĂŒsse einzelner Elemente, um 0° oder 180° Phasenlage zu erzeugen.
  • 90°‑Phasenleitungen: Feste KabellĂ€ngen (ÂŒâ€ŻÎ») sorgen fĂŒr die gewĂŒnschte Verzögerung.
  • Kombination: Je nach Schalterstellung werden die Elemente unterschiedlich gespeist – so wird der Hauptstrahl elektronisch „gedreht“.

💡 Aufbau‑Tipps

  • Nutze Koax-Relais mit niedriger EinfĂŒgedĂ€mpfung fĂŒr minimalen Leistungsverlust.
  • Alle Umschalter wetterfest im Kasten nahe der Antenne unterbringen.
  • Schaltlogik kann manuell oder ĂŒber Controller mit Band‑ und Richtungs‑Presets erfolgen.
  • Bei komplexeren Arrays lohnt sich eine Diodenmatrix oder Mikrocontroller‑Steuerung.

Good to Know: Glasfaserleitungen

Glasfaserleitungen

  • Prinzip: Glasfasern ĂŒbertragen Daten mit Lichtsignalen statt mit elektrischem Strom. Das passiert in haarfeinen Fasern aus Quarzglas oder Kunststoff, geschĂŒtzt durch mehrere Mantelschichten.
  • Geschwindigkeit & Reichweite: Lichtsignale legen riesige Distanzen nahezu verlustfrei zurĂŒck – perfekt fĂŒr Internet mit Gigabit‑Geschwindigkeit und mehr.
  • Störungsarm: Unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen (z. B. von Stromleitungen oder Funk), daher sehr zuverlĂ€ssig.
  • Zukunftssicher: Die physikalischen Grenzen sind so hoch, dass aktuelle Übertragungsraten noch lange nicht das Potenzial ausschöpfen.
  • Einsatzorte: Von globalen Seekabeln zwischen Kontinenten ĂŒber Stadtnetze bis hin zur direkten Hausanbindung (FTTH – Fiber To The Home).
  • Langlebigkeit: Eine einmal verlegte Glasfaser hĂ€lt Jahrzehnte – oft genĂŒgt ein Austausch der aktiven Technik an den Endpunkten, um höhere Bandbreiten zu nutzen.
  • Besonderheit: Anders als Kupfer „leuchtet“ die Leitung innen – ein winziger Laser oder eine LED sendet das Signal. Außen bleibt sie dunkel.

💬 Fun‑Fact: Die erste transatlantische Glasfaserleitung (TAT‑8) ging 1988 in Betrieb und konnte damals „nur“ 40.000 Telefonverbindungen gleichzeitig ĂŒbertragen. Heute stemmt eine einzelne moderne Glasfaser Millionen paralleler Datenströme.

DGUV-V3-PrĂŒfung ortsfester und ortsverĂ€nderlicher Funktechnik in Industrieanlagen

1. Einleitung

In Industrieumgebungen, in denen Amateurfunkanlagen mit Senderleistungen bis 1 kW betrieben werden, ist die DGUV V3-PrĂŒfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln zwingend vorgeschrieben. Sie gewĂ€hrleistet den Schutz vor elektrischen SchlĂ€gen und minimiert Haftungsrisiken fĂŒr den Betreiber.

Amateurfunkstationen bestehen oftmals aus ortsfesten Antennenanlagen auf HallendĂ€chern und ortsverĂ€nderlichen AusrĂŒstungen im Betriebsfunk­raum. Beide Kategorien benötigen unterschiedliche PrĂŒfverfahren und Fristen, die in den VDE-Normen und der DGUV V3 klar definiert sind.

2. Rechtliche und normative Grundlagen

  • DGUV Vorschrift 3 § 5 verlangt Erst­ und WiederholungsprĂŒfungen aller elektrischen Anlagen und Betriebsmittel vor Inbetriebnahme und in festgelegten ZeitabstĂ€nden.
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und TRBS 1203 regeln, wer als befĂ€higte Person prĂŒfen darf.
  • DIN VDE 0100-600 beschreibt Erst- und WiederholungsprĂŒfungen fest installierter Niederspannungsanlagen.
  • DIN VDE 0701-0702 legt die PrĂŒfmethoden fĂŒr ortsverĂ€nderliche Betriebsmittel (GerĂ€te mit Stecker) fest.

3. Ortsfeste vs. ortsverÀnderliche Funkanlagen

3.1 Ortsfeste Funkanlagen

Ortsfeste Anlagen umfassen Antennenmasten, DachdurchfĂŒhrungen, Blitzschutzableitungen und fest installierte Koax­kabel. Sie unterliegen einer WiederholungsprĂŒfung alle vier Jahre, wenn sie normalen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.

3.2 OrtsverÀnderliche Funkanlagen

Dazu zĂ€hlen tragbare HandsprechfunkgerĂ€te, mobile Amateurfunkstationen im Schaltraum oder FRTs (Fixed Radio Terminals) mit CEE- oder Schuko-Steckern. Sie mĂŒssen nach DIN VDE 0701-0702 ĂŒblicherweise alle zwei Jahre geprĂŒft werden. In rauen Umgebungen (Baustellen, Werkhallen) kann ein halbjĂ€hrlicher Rhythmus vorgeschrieben sein.

4. Spezifische Anforderungen im Amateurfunk

4.1 ErstprĂŒfung und Errichter­erklĂ€rung

Die ErstprĂŒfung kann entfallen, wenn eine normgerechte ErrichtererklĂ€rung (EÜ) des Installateurs vorliegt, die bestĂ€tigt, dass die Funkanlage und alle elektrischen Komponenten den VDE-Vorschriften entsprechen. Dies ersetzt die PrĂŒfung vor Inbetriebnahme nach DGUV V3 § 5 Abs. 1 Nr. 4.

4.2 WiederholungsprĂŒfung

RegelmĂ€ĂŸige Inspektionen (SichtprĂŒfung, Messung von Schutzleiter- und Isolationswiderstand) und FunktionsprĂŒfungen (z. B. Auslösen von FI-Schaltern) stellen sicher, dass Antennenanlagen, Blitzschutz und Koaxkabel dauerhaft sicher bleiben. Die Ergebnisse werden im PrĂŒfprotokoll dokumentiert und mit einer PrĂŒfplakette gekennzeichnet.

5. PrĂŒfablauf und messtechnische Details

  • SichtprĂŒfung: ÜberprĂŒfung auf BeschĂ€digungen an Kabeln, Steckern und Mastbefestigungen.
  • Schutzleiterwiderstand: ≀ 1 Ω fĂŒr Verbindungsleitungen bis 20 m unter 16 A Bemessungsstrom.
  • Isolationswiderstand: ≄ 1 MΩ (Schutzklasse 1) bzw. ≄ 2 MΩ (Schutzklasse 2) bei 500 V DC.
  • Fehlerschleifenimpedanz: Nach DIN VDE 0100, um das sichere Auslösen der Überstromschutzeinrichtung zu garantieren.

6. Schuko-Steckdosen und Dauerstrom

Schuko-Steckdosen sind fĂŒr 16 A Dauerstrom ausgelegt, jedoch nicht fĂŒr dauerhafte Hochstromanwendungen wie HF-Endstufen. Dauerlast fĂŒhrt zu ErwĂ€rmung, Kontaktkorrosion und erhöhtem Fehlerrisiko. In industriellen Amateurfunkstationen sind CEE-Steckvorrichtungen mit 32 A und entsprechende Kabelquerschnitte (≄ 2,5 mmÂČ Cu) zu verwenden.

7. Haftung, Regresse und Versicherungs­schutz

UnterlĂ€sst der Betreiber die DGUV V3-PrĂŒfung, drohen im Schadensfall:

  • Kosten fĂŒr PersonenschĂ€den und SachschĂ€den ohne Versicherungsschutz.
  • Bußgelder bis zu mehreren Zehntausend Euro.
  • Regressforderungen der Berufsgenossenschaft und Dritter.
  • Strafrechtliche Konsequenzen bei fahrlĂ€ssiger GefĂ€hrdung.

RegelmĂ€ĂŸige PrĂŒfungen reduzieren diese Risiken und sichern den Versicherungsschutz.

8. Praxistipp und Anekdote

Ein Funkamateur in einer Fabrikhalle erlebte Funkstörungen und hohen HF-Strom in der Schuko-Leitung seiner Station. Eine außerordentliche PrĂŒfungsnachforderung der Werksseelsorge ergab, dass das Kabel bei 20W Sendeleistung deutlich heiß auflief. Nach Umstellung auf CEE-Steckdose und erneuter DGUV V3-PrĂŒfung sank das Rauschniveau im Empfang enorm und das Brandrisiko war gebannt.

9. Fazit

Die DGUV V3-PrĂŒfung von ortsfesten und ortsverĂ€nderlichen Funkanlagen ist integraler Bestandteil des Arbeitsschutzes in Industrieanlagen mit Funkbetrieb. Sie sichert Gesundheit und Leben, bewahrt vor Haftung und erhĂ€lt die EmpfangsqualitĂ€t. ErrichtererklĂ€rung, normgerechte Intervalle und fachkundige DurchfĂŒhrung durch ElektrofachkrĂ€fte bzw. befĂ€higte Personen sind die Eckpfeiler einer rechts- und betriebssicheren Amateurfunkstation.

⚡ Wer darf DGUV V3 PrĂŒfungen durchfĂŒhren?

Eine Elektrofachkraft im Sinne der VDE 0100 ist jemand, der:

  • Fachliche Ausbildung hat (z. B. Elektroniker, Elektromeister, Ingenieur mit elektrotechnischem Schwerpunkt).
  • Praktische Erfahrung nachweisen kann – also nicht nur Theorie, sondern auch den Umgang mit MessgerĂ€ten, PrĂŒfablĂ€ufen und GefĂ€hrdungsbeurteilungen beherrscht.
  • Aktuelle Schulungsnachweise besitzt, die dokumentieren, dass er oder sie mit den geltenden Normen, Vorschriften und PrĂŒfverfahren vertraut ist.

👉 Nur diese Kombination aus Praxis + Schulung berechtigt dazu, DGUV V3 PrĂŒfungen rechtssicher durchzufĂŒhren.

đŸ–‡ïž Ortsfest oder nicht?

Ein gern ĂŒbersehener Punkt:

  • Auch ein GerĂ€t mit Stecker kann als ortsfest gelten, wenn es so installiert ist, dass es nicht ohne Werkzeug bewegt werden kann (z. B. ein KĂŒhlschrank, der fest verschraubt ist).
  • Das sorgt regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Diskussionen – und fĂŒr Kopfschmerzen bei denen, die PrĂŒfprotokolle schreiben mĂŒssen.

đŸ•Żïž Rand Bemerkung

Ein Duplexer ist empfindlich, aber eine DGUV-PrĂŒfung ist gnadenlos:

  • Wer glaubt, dass ein GerĂ€t mit Stecker niemals ortsfest sein kann, hat entweder die Norm nicht gelesen – oder schon den Rentenbescheid in der Tasche.
  • Denn in der Elektrotechnik gilt: Alles ist relativ – außer die Vorschrift.
  • Und wer es besser weiß, sitzt meistens im Ruhestand und lehnt sich zurĂŒck

⚡ Zugang zu elektrischen BetriebsrĂ€umen

Ein elektrischer Betriebsraum (z. B. Schalt- oder Verteilerraum) ist kein Abstellraum fĂŒr Putzmittel oder vergessene BĂŒrostĂŒhle, sondern ein sicherheitsrelevanter Bereich, in dem nur bestimmte Personen Zutritt haben:

  • ElektrofachkrĂ€fte: Personen mit abgeschlossener elektrotechnischer Ausbildung, praktischer Erfahrung und aktuellem Schulungsstand.
  • Elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP): Nur unter Aufsicht einer Elektrofachkraft und fĂŒr klar definierte TĂ€tigkeiten.
  • Berechtigte Personen: Nur, wenn sie ausdrĂŒcklich eingewiesen wurden und eine Notwendigkeit besteht (z. B. Facility-Management mit spezieller Unterweisung).

👉 Alle anderen haben dort schlicht nichts verloren.

đŸ•Żïž Tiefschwarzer Humor zum Schluss

Ein elektrischer Betriebsraum ist kein Selfie-Spot:

  • Wer als Nicht-Elektrofachkraft dort herumsteht, ist ungefĂ€hr so fehl am Platz wie ein Goldfisch im Toaster.
  • Und wer das Ganze noch stolz auf Facebook postet, dokumentiert im Prinzip nur seine Bewerbung fĂŒr den Darwin Award der BG VK.
  • Denn: Strom vergisst nie – und Facebook auch nicht.

Thermografie in der Elektrotechnik und im Amateurfunk


Von DGUV V3 bis Relais – Physik, Praxis und die ewige Schlacht gegen Besserwisser

đŸŒĄïž Physikalische Grundlagen der Thermografie

Thermografie basiert auf der Tatsache, dass jeder Körper mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunkts elektromagnetische Strahlung emittiert.

  • Spektrum: HauptsĂ€chlich im Infrarotbereich (ca. 0,7–14 ”m).
  • Plancksches Strahlungsgesetz: Beschreibt die spektrale Verteilung der Strahlung.
  • Stefan-Boltzmann-Gesetz:  – die abgestrahlte Leistung steigt mit der vierten Potenz der Temperatur.
  • Emissionsgrad: Real existierende OberflĂ€chen sind keine perfekten schwarzen Strahler. Ein blankes Kupferkabel hat z. B. einen Emissionsgrad von ~0,2, wĂ€hrend matte Isolierungen bei ~0,95 liegen.

👉 Konsequenz: Wer Thermografie betreibt, ohne den Emissionsgrad zu berĂŒcksichtigen, sieht nicht die RealitĂ€t, sondern eine hĂŒbsche WĂ€rmekarte fĂŒr Esoteriker.

⚡ Thermografie bei DGUV V3 PrĂŒfungen

Die DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) schreibt regelmĂ€ĂŸige PrĂŒfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel vor. Thermografie ist hier ein ergĂ€nzendes Werkzeug, um:

  • Kontaktprobleme (lose Schraubklemmen, oxidierte Verbindungen) sichtbar zu machen.
  • Überlastungen von Leitungen oder Sicherungen frĂŒhzeitig zu erkennen.
  • Asymmetrische Belastungen aufzuspĂŒren.

Vorteile:

  • BerĂŒhrungslos, auch bei laufendem Betrieb.
  • Dokumentierbar (Thermogramme als PrĂŒfprotokoll).
  • Spart den Elektriker vor dem klassischen „Handauflegen-Test“ – der zwar mutig aussieht, aber spĂ€testens bei 400 V eher Darwin-Award-tauglich ist.

📡 Anwendung bei AmateurfunkgerĂ€ten und Relais

Auch im Amateurfunk ist Thermografie ein unterschÀtztes Werkzeug:

  • Endstufen & PA-Transistoren: Lokale Hotspots durch schlechte WĂ€rmeableitung oder ungleichmĂ€ĂŸige Belastung.
  • Relaiskontakte: ÜbergangswiderstĂ€nde fĂŒhren zu ErwĂ€rmung – sichtbar, bevor das Relais endgĂŒltig verschweißt.
  • Netzteile: Überlastete Gleichrichter oder Elkos, die sich thermisch verabschieden, bevor sie akustisch explodieren.
  • Antennenrelais & Koaxschalter: Besonders bei QRO-Betrieb (hoher Leistung) können ÜbergangswiderstĂ€nde zu HF-bedingter ErwĂ€rmung fĂŒhren.

👉 Praktisch: Mit einer WĂ€rmebildkamera lĂ€sst sich die „unsichtbare“ HF-Verlustleistung sichtbar machen. Wer also glaubt, sein Relais sei „verlustfrei“, sieht im Thermogramm oft das Gegenteil – ein kleiner GlĂŒhwĂŒrmchen-Effekt im GehĂ€use.

🧑‍🔧 Normen, Altersstarrsinn und die „Besserwisser-Fraktion“

Hier kommt der Teil, wo der Humor tiefschwarz wird:

  • Die Normenverweigerer: „IEC, DIN, VDE – alles nur Papier. Ich mach das seit 40 Jahren so!“ Ja, und seit 40 Jahren wundert man sich, warum die SicherungskĂ€sten aussehen wie Kunstwerke aus geschmolzenem Kupfer.
  • Die ImprovisationskĂŒnstler: „DGUV V3? Ach, ich prĂŒf nach GefĂŒhl. Wenn’s warm wird, war’s zu viel.“ Diese Philosophie ist zwar kreativ, aber ungefĂ€hr so sinnvoll wie ein Fallschirm aus Blei.
  • Die Funkamateure mit Gottkomplex: „Relais? Die halten ewig, wenn man sie nur ordentlich segnet.“ Leider hĂ€lt Physik nichts von Gebeten – ÜbergangswiderstĂ€nde steigen trotzdem.

👉 Fazit: Normen sind nicht da, um Ingenieure zu Ă€rgern, sondern um sicherzustellen, dass man auch nach 30 Jahren Funkbetrieb noch mehr als nur die eigene Urne auf Kurzwelle abstrahlt.

📑 Fazit

Thermografie ist kein esoterisches Spielzeug, sondern ein hochwirksames Diagnosewerkzeug:

  • In der DGUV V3 PrĂŒfung hilft sie, elektrische Gefahren sichtbar zu machen, bevor sie zu BrĂ€nden oder AusfĂ€llen fĂŒhren.
  • Im Amateurfunk deckt sie thermische Schwachstellen in GerĂ€ten, Relais und Antennenkomponenten auf.
  • Die Physik dahinter ist klar, unbestechlich und lĂ€sst sich nicht durch Altersstarrsinn oder „gefĂŒhlte Normen“ ĂŒberlisten.

Wer Thermografie ignoriert, weil er „alles besser weiß“, darf sich schon mal ĂŒberlegen, ob er im nĂ€chsten Leben als Rauchmelder oder als Versicherungsgutachter wiedergeboren werden möchte.

Treffen am 04.10.2025

Am kommenden Samstag,  den 04.10.2025, 12:00 Uhr, treffen wir uns im Shack. Zeit fĂŒr kleinere Arbeiten, die Diskussion anstehender Fragen und den lockeren Austausch interessanter Themen.
Wir freuen uns ĂŒber Euer Erscheinen.
Bis dahin! 73 Helmut

Follow up: Verlorene Stimmen im Äther – Verlassene Funkanlagen in Deutschlands Lost Places


Es gibt Orte, an denen der Äther selbst Geschichte atmet – oder besser gesagt: röchelt. Einer dieser Orte ist die Field Station Berlin, eine der legendĂ€rsten Abhöranlagen des Kalten Krieges.

📡 Field Station Berlin – Das Ohr, das nie schlief

Auf dem Teufelsberg im Berliner Grunewald, der höchsten Erhebung West-Berlins, errichteten die USA (unter FederfĂŒhrung der NSA) ab 1961 eine Abhörstation, die Teil des globalen ECHELON-Netzwerks war. Die Lage war strategisch genial: freie Sicht in alle Richtungen, perfekte Bedingungen fĂŒr FunkaufklĂ€rung – und weit genug weg vom Ostblock, um nicht gleich von der nĂ€chsten MiG ĂŒberflogen zu werden.

Technische Eckdaten

  • PrimĂ€re Aufgabe: SIGINT (Signals Intelligence) – Abhören, Aufzeichnen und Analysieren von Funk-, Richtfunk- und Satellitenverbindungen des Warschauer Pakts.
  • Frequenzbereiche:
    • Kurzwelle (HF): 3–30 MHz – militĂ€rische und diplomatische Kommunikation.
    • VHF/UHF: 30 MHz–3 GHz – Richtfunkstrecken, Flugfunk, Radar.
    • SatellitenbĂ€nder: L- und S-Band (1–4 GHz) fĂŒr frĂŒhe Kommunikationssatelliten.
  • Ausstattung:
    • Mehrere Parabolantennen in Radomen („GolfbĂ€lle“) zur wetterunabhĂ€ngigen Signalaufnahme.
    • Hochselektive EmpfĂ€nger (z. B. Collins, Racal, Eddystone) mit Quarzstabilisierung.
    • Bandmaschinen und Magnetband-Logger fĂŒr 24/7-Aufzeichnung.
  • Personal: US Army Security Agency (ASA), spĂ€ter INSCOM, plus britische 26 (UK) Signals Unit.

Betrieb und Alltag

Der Betrieb lief in Schichtsystemen – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Die Funker und Analysten lauschten auf alles, was der Äther hergab: von verschlĂŒsselten MilitĂ€rmeldungen bis zu banalen Wettermeldungen, die oft mehr verrieten, als den Absendern lieb war.

Die Briten ĂŒberwachten vor allem den Flugverkehr des Warschauer Pakts, wĂ€hrend die Amerikaner sich auf strategische Kommunikation konzentrierten. Angeblich konnte man von hier aus sogar den Funkverkehr zwischen Moskau und sowjetischen U-Booten im Atlantik mithören.

☠ Schwarzer Humor aus dem Radom

Ironischerweise war die Field Station Berlin so geheim, dass jeder Berliner wusste, dass dort „die Amis abhören“. Die riesigen weißen Kuppeln waren im Stadtbild so subtil wie ein Elefant im Porzellanladen.

Und wĂ€hrend drinnen hochsensible Datenströme analysiert wurden, kĂ€mpften die Techniker draußen mit Berliner Wetter, Rost und Taubenkot – der natĂŒrliche Feind jeder Hochfrequenztechnik.

Heute ist die Anlage ein Lost Place, in dem Streetart und Graffiti die WĂ€nde zieren, wo frĂŒher Kryptospezialisten saßen. Die Radome sind zerrissen, die Antennen verschwunden – und statt Funksignalen hört man nur noch den Wind pfeifen.

🎯 DX-Herbst-Challenge 2025:

🎯 DX-Herbst-Challenge 2025: Und, schon alle TrophĂ€en gejagt oder nur die Hoffnung verloren?

Der Äther war nie gnadenloser. Zehn seltene Mittelwellenstationen, jede mit ihrer eigenen Persönlichkeit – von britischem Smooth-Talk bis zu saudischem Sendebomber. Die IG AFU Bonn hat euch mit der DX-Herbst-Challenge 2025 auf eine Reise geschickt, bei der selbst eure Ferritantenne irgendwann um Gnade winselt.

Aber jetzt mal ehrlich:

  • Habt ihr euch schon durch die Frequenzhölle gekĂ€mpft?
  • Ist euer Logbuch ein stolzes Manifest oder eher ein Trauerprotokoll?
  • Und wie oft habt ihr nachts geflĂŒstert: „Saudi-Arabien, bitte… nur einmal…“?

💀 FĂŒr alle, die noch dabei sind: Keine Sorge, der Herbst ist lang – und die Dunkelheit euer Freund. FĂŒr alle, die schon durch sind: GlĂŒckwunsch, ihr seid offiziell Funk-Sadisten mit Hang zur Selbstgeißelung.

Lasst uns wissen:

  • Welche Station war euer Endgegner?
  • Welche hat euch ĂŒberrascht – positiv oder wie ein nasser Lappen ins Gesicht?
  • Und wer hat die Extra-Mission mit drei Kontinenten geschafft, ohne dabei den Verstand zu verlieren?

Kommentiert, teilt eure Logs, oder schickt einfach ein Bild eures zerfetzten Notizbuchs. Wir feiern euch – oder lachen mit euch. Je nach SignalstĂ€rke.

đŸ•łïž Der Äther ist dunkel und voller Schrecken. Aber hey, wenigstens rauscht er schön.

Quelle:

„CQ CQ Embassy“ – Diplomatische Kommunikation ĂŒber Funk


Diplomatie lebt von Worten – und manchmal davon, dass diese Worte möglichst niemand außer dem EmpfĂ€nger hört. Bevor Glasfaser, verschlĂŒsselte IP-Telefonie und Satellitenlinks den Äther eroberten, war Funk jahrzehntelang das RĂŒckgrat der internationalen Kommunikation zwischen Botschaften, Konsulaten und Heimatregierungen.

📡 Technische Grundlagen

Diplomatische Funkkommunikation war (und ist) eine Mischung aus Hochfrequenztechnik, Kryptografie und Geduld:

  • Frequenzbereiche:
    • Kurzwelle (HF): 3–30 MHz, ideal fĂŒr weltweite Reichweite dank IonosphĂ€ren-Reflexion.
    • VHF/UHF: 30 MHz–3 GHz, fĂŒr regionale Verbindungen oder Richtfunkstrecken zwischen Botschaft und Außenposten.
    • SatellitenbĂ€nder (ab den 1970ern): L-, C- und Ku-Band fĂŒr sichere Sprach- und DatenkanĂ€le.
  • Modulationsarten:
    • AM und SSB fĂŒr SprachĂŒbertragung.
    • FSK und PSK fĂŒr Telex- und DatenĂŒbertragung.
    • SpĂ€ter digitale Betriebsarten mit integrierter VerschlĂŒsselung.
  • VerschlĂŒsselung:
    • FrĂŒher: mechanische Chiffriermaschinen (z. B. SIGABA, spĂ€ter elektronische Systeme).
    • Heute: AES- oder One-Time-Pad-basierte Systeme, oft in Hardware implementiert.

📜 Historische Beispiele

  1. Moskau – Washington Hotline (1963)
    • Entstanden nach der Kubakrise, um MissverstĂ€ndnisse zu vermeiden.
    • Anfangs Telex ĂŒber Kabel, aber als Backup: Kurzwellenfunk mit verschlĂŒsselten Textnachrichten.
    • Frequenzen im Bereich 10–15 MHz, um Tag/Nacht-Bedingungen zu kompensieren.
  2. Botschaftsfunk im Kalten Krieg
    • Westliche Botschaften in Ostblockstaaten betrieben oft unscheinbare Dachantennen.
    • Über diese liefen verschlĂŒsselte Kurzwellen-Telexe nach London, Washington oder Bonn.
    • Die Gegenstelle war oft ein unscheinbares RegierungsgebĂ€ude mit einer beeindruckenden Antennenfarm.
  3. „Numbers Stations“
    • Mysteriöse Kurzwellensender, die Zahlenkolonnen in monotoner Stimme ausstrahlten.
    • Offiziell nie bestĂ€tigt, aber weithin als Kommunikationsmittel fĂŒr Agenten und diplomatische Dienste angesehen.
    • Frequenzen: oft im 5–12 MHz-Bereich, um global empfangbar zu sein.

☠ Schwarzer Humor im Äther

Diplomatischer Funk war oft so geheim, dass er auf Frequenzen lief, die jeder Funkamateur mit einem 50-Euro-EmpfĂ€nger hören konnte – nur eben nicht verstehen. Manche Botschaften sendeten so regelmĂ€ĂŸig, dass man die Uhr danach stellen konnte. FĂŒr Funkbegeisterte war das wie eine tĂ€gliche Radiosendung mit dem Titel: „Was wohl heute wieder verschlĂŒsselt wird?“

Und wenn mal ein Techniker vergaß, die VerschlĂŒsselung einzuschalten, hörte man statt kryptischer Töne plötzlich:

„Hier ist die Botschaft. Der Kaffee ist alle. Bitte dringend Nachschub.“

🔼 Findet das heute noch statt?

Ja – aber diskreter und technischer.

  • Kurzwelle wird weiterhin als Backup genutzt, weil sie unabhĂ€ngig von Satelliten und Kabelnetzen funktioniert.
  • Satellitenkommunikation ist Standard, oft mehrfach redundant und stark verschlĂŒsselt.
  • Richtfunk zwischen Botschaften und Residenzen ist in manchen LĂ€ndern noch aktiv.

Der Unterschied: Heute sind die Signale meist digital, breitbandig und so verschlĂŒsselt, dass selbst ein Quantencomputer ins Schwitzen kĂ€me – zumindest fĂŒr die nĂ€chsten paar Jahrzehnte.

 

Follow up: Schaltplan eines HF‑Phasenschiebers fĂŒr Kurzwellenempfang

Ein kompakter, variabler Phasenschieber mit passiver Summierung ist fĂŒr den Kurzwellen‑Empfang gut machbar. Unten findest du einen detaillierten Schaltplan (ASCII), konkrete Bauteilwerte, Wickeldaten und einen praxistauglichen Abgleich. Außerdem beantworte ich, ob ein Phase Shifter mit nur einer Antenne sinnvoll ist.

Geht ein Phase Shifter mit nur einer Antenne?

  • Kurzantwort: FĂŒr besseren Empfang im Sinne von SNR‑Gewinn brauchst du zwei Sensoren im Raum (zwei Antennen, oder Hauptantenne plus Noise‑Probe). Mit nur einer Antenne kann ein passiver Phasenschieber die Signal‑Rausch‑Relation nicht verbessern; er Ă€ndert nur die Phase, nicht die rĂ€umliche SelektivitĂ€t.
  • Sinnvolle Ausnahme: Eine kleine, ungerichtete „Noise‑Probe“ als zweiter Eingang (kurzer Stab/Loop nahe der Störquelle) + Phasenschieber + Summierer. Damit lĂ€sst sich lokales QRM auslöschen, wĂ€hrend das Nutzsignal aus der Hauptantenne erhalten bleibt.

Schaltung und Funktionsprinzip

  • Zweck: Variable Phasenverschiebung (0–180° plus 180°‑Umpolung) und variable Amplitude auf dem zweiten Kanal, danach passive Summierung beider KanĂ€le in 50 Ω.
  • Frequenzbereich: 3–30 MHz (empfangsseitig). Durch Umschalten von L kann man den Phasenbereich pro Band komfortabel abdecken.
  • Kernidee: Ein verstellbares LC‑Phasen­glied im zweiten Pfad erzeugt frequenzabhĂ€ngige Phase; ein Umschalter gibt optional 180° dazu. Summierung ĂŒber einen einfachen 2×51 Ω‑Resistiv‑Mischer (ca. 6 dB Verlust, fĂŒr RX unkritisch).

Hinweis: FĂŒr TX ist diese Schaltung nicht gedacht. Vor dem Sender unbedingt hart trennen oder per RX‑Only‑Port anbinden.

Schaltplan ASCII

Code
                 ┌────────────────────────────────────────────────────┐
 ANT1 ──┬───┬───â–ș│ T1  1:1                                          │
        │   │    │ (FT37-43, 10 Wdg bifilar)                        │
        │   └─────────────┐                                         │
        │                 │  Sek: a ──────────────┐                  │
        │                 └───────────────────────┮───â–ș 51Ω ──┐      │
        │                                             (R1)    │      │
        │                                                     ├── SUM ──â–ș 51Ω (R3) ─â–ș ESD â–ș RX
 ANT2 ──┮───┬───â–ș T2 1:1                                      │
            │      (FT37-43, 10 Wdg bifilar)                 │
            │                                                │
            │  Sek: a ──────┬───────────────┬────────────┐  │
            │               │               │            │  │
            │            [S1 A/B]       ATTENUATOR       │  │
            │           180° invert     (L-Pad grob)     │  │
            │          DPDT: Sek a/b     220Ω ─┬─ 1k P  │  │
            │          vertauschen             │        │  │
            │                                   └─ 220Ω ┘  │
            │                                                │
            │                   PHASE NETWORK                │
            │                    (LC variabel)               │
            │        ┌───────────── Lx ─────────────┐       │
            │        │                               │       │
            └────────┮─────◄───o/ o───â–ș──── Cvar ────┮──â–ș 51Ω (R2) ─┘
                         S2 (Band)           10–500 pF
                         Lx: 10”H / 3.3”H / 1”H      Trimmer 5–50 pF parallel

SUM ──â–ș 51Ω (R3) ──â–ș Clamp: 2× Schottky (BAT54S) antiparallel gegen GND ──â–ș RX 50Ω

Masse sternförmig, alle Trafos primĂ€r/sekundĂ€r isolieren, BNC/PL‑Buchsen an MetallgehĂ€use.
  • Rolle T1/T2: Breitband‑Isolation, stabile Symmetrie und einfache 180°‑Umpolung ĂŒber S1 (SekundĂ€rleitungen tauschen).
  • Attenuator: Grobe Pegelanpassung des zweiten Kanals, damit das Null (oder Maximum) sauber einrastet.
  • Phase‑Netzwerk: Serielles L, variabler C nach Masse. Mit S2 werden L‑Bereiche umgeschaltet; Cvar „dreht“ die Phase bei gegebener Frequenz.
  • Summierer: R1 und R2 bilden einen simplen Resistiv‑Mischer in den 50 Ω‑Eingang (R3). Gesamtverlust ~6 dB, akzeptabel fĂŒr RX.

StĂŒckliste und Wickeldaten

  • Trafos (T1, T2): FT37‑43, bifilar 10 Windungen, 1:1.
  • WiderstĂ€nde: R1, R2, R3 je 51 Ω, 0,25 W, HF‑geeignet (Metallfilm).
  • Attenuator: 2× 220 Ω (Metallfilm 0,25 W), 1 kΩ Drahtpoti (oder 500 Ω), Knopf mit Skala.
  • InduktivitĂ€ten Lx (S2):
    • 10 ”H (1,8–5 MHz), 3,3 ”H (5–14 MHz), 1 ”H (14–30 MHz).
    • Luftspule auf 6 mm Wickelkörper; Draht 0,6–0,8 mm CuL. Richtwerte: 10 ”H ≈ 30 Wdg, 3,3 ”H ≈ 17 Wdg, 1 ”H ≈ 10 Wdg (feinabgleichen).
  • Kondensatoren: Cvar 10–500 pF (Luft‑Drehko), Trimmer 5–50 pF parallel zu Cvar (Feinbereich), NP0/C0G fĂŒr Festwerte.
  • Dioden (ESD): BAT54S (antiparallel zum RX‑Eingang).
  • Schalter: S1 DPDT fĂŒr 180°‑Umpolung, S2 3‑Stufen Drehschalter fĂŒr Lx.
  • Buchsen/GehĂ€use: BNC oder PL, MetallgehĂ€use, sternförmige MassefĂŒhrung, kurze RG‑174/RG‑316 Jumper.

Abgleich und Betrieb

  1. Vorbereitung:
    • Antennen: Hauptantenne an ANT1. Zweite Antenne an ANT2 (z. B. Noise‑Probe: 30–50 cm Stab/kleiner Loop in StörnĂ€he, ĂŒber 1:1‑Trafo auf 50 Ω).
    • Bandwahl: S2 auf passenden Lx‑Bereich stellen.
  2. Grobeinstellung:
    • Pegel: Mit dem Attenuator den ANT2‑Pegel ungefĂ€hr an ANT1 anpassen (S‑Meter oder akustisch).
    • 180°‑Test: S1 umlegen; die Störung sollte sich hörbar verĂ€ndern. Die Stellung mit tiefster Störung merken.
  3. Phasenabgleich:
    • Cvar langsam drehen, bis die Störung ein Minimum erreicht.
    • Feinabgleich: Trimmer leicht nachfĂŒhren, dann Attenuator minimal korrigieren, erneut Cvar fein drehen. Wiederhole 1–2‑mal.
  4. Hinweise:
    • ZielgrĂ¶ĂŸe: Auf konstantem StörtrĂ€ger oder breitbandigem QRM abgleichen, nicht auf das Nutzsignal.
    • Bandwechsel: Bei Frequenzwechsel Lx (S2) und Cvar anpassen.
    • Schutz: Nicht im TX‑Zweig betreiben. Bei TRX Betrieb unbedingt RX‑Only‑Port oder Relais‑Bypass nutzen.

Faustformel: Die Phasenlage eines LC‑Glieds hĂ€ngt ĂŒber die Reaktanzen XL=2πfL und XC=12πfC ab. Durch Variieren von C „rotierst“ du den Vektor im Summenpunkt; mit L wĂ€hlst du die komfortable Stellmitte pro Band.

Varianten und Ein‑Antennen‑Optionen

  • Noise‑Probe als zweite „Antenne“:
    • Aufbau: 30–50 cm Stab oder 10–20 cm Durchmesser‑Loop, 1:1‑Trafo (FT37‑43, 10 Wdg bifilar), 6–10 dB DĂ€mpfung (R‑Pad) zur Entkoppelung.
    • Platzierung: Nah an der Störquelle, weg von der Hauptantenne.
    • Wirkung: Lokales QRM wird ĂŒber Phase+Pegel genullt, das weitrĂ€umige Nutzsignal bleibt.
  • Breitbandigeres Phasing:
    • Mehrstufig: Zwei LC‑Sektionen in Serie erhöhen Stellreserve ĂŒber ein grĂ¶ĂŸeres Band.
    • Hybrid‑Koppler: Ein 90°‑Hybrid mit Vektor‑Mischung liefert elegantere Kurven, ist im KW‑Bereich aber mechanisch aufwendiger.
  • Nur eine Antenne:
    • Grenze: Ein passiver Phasenschieber allein verbessert das SNR nicht. FĂŒr echte Richtwirkung/Null‑Steuerung sind zwei rĂ€umlich getrennte Sensoren nötig.

Band‑Empfehlungen fĂŒr Lx und Cvar

KW‑Band Lx Schalter Cvar Startwert Hinweis
80 m (3,5–3,8 MHz) 10 ”H 300–400 pF Trimmer mittig
40 m (7,0–7,2 MHz) 3,3 ”H 150–250 pF Feintrimmer anpassen
20–10 m (14–30 MHz) 1 ”H 30–120 pF Eher kleiner C‑Bereich

Tipp: Wenn das Nullen „spitz“ wird, leicht Pegel (Attenuator) nachfĂŒhren, dann Phase nachstellen. Pegel und Phase arbeiten als Team.

Treffen am 18.09.2025

An alle Funkfreunde der Interessengruppe, die nicht anwesend sein konnten:

Bei sonnigem Wetter wurde das Dach inspiziert und beschlossen, den abgestorbenen Bewuchs zu beseitigen. Weiterhin wurde der Kiwi II fĂŒr KW im LAN konfiguriert und an der endgespeisten KW-Antenne testweise angeschlossen. Die geplanten Messungen an dieser Antenne wurde verschoben. Klaus und Rolf erledigten noch Installations-Arbeiten. Weiterhin bestand noch ausreichend Zeit zum gegenseitigen Meinungsaustausch.

Das 70cm-Relais DB0DTM ist noch nicht in Betrieb, da die Zulassungsurkunde nach dem Umzug vom Landgrabenweg noch nicht vorliegt.

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