Parasitäre Ströme und Störende Effekte auf der Antennenleitung im Amateurfunk

Einleitung

Im Amateurfunk ist die Qualität der Antennenleitung entscheidend für die Effizienz und Klarheit der Übertragungen. Parasitäre Ströme und andere störende Effekte können die Leistung erheblich beeinträchtigen. In diesem Artikel werden die Ursachen, Auswirkungen und mögliche Lösungen für diese Probleme untersucht.

Ursachen parasitärer Ströme

Parasitäre Ströme entstehen durch unerwünschte elektrische Ströme, die in der Antennenleitung fließen. Diese können durch verschiedene Faktoren verursacht werden:

  1. Induktive Kopplung: Wenn nahegelegene Leitungen oder Geräte elektromagnetische Felder erzeugen, können diese Felder in die Antennenleitung induziert werden.
  2. Kapazitive Kopplung: Elektrische Felder zwischen benachbarten Leitungen können ebenfalls parasitäre Ströme verursachen.
  3. Erdschleifen: Unterschiedliche Erdungspotentiale können zu unerwünschten Strömen führen, die durch die Antennenleitung fließen.

Auswirkungen auf die Übertragung

Parasitäre Ströme können verschiedene negative Effekte auf die Übertragung haben:

  1. Signalverzerrung: Unerwünschte Ströme können das Signal verzerren und die Verständlichkeit beeinträchtigen.
  2. Rauschen: Störende Effekte können das Signal-Rausch-Verhältnis verschlechtern, was zu einem erhöhten Hintergrundrauschen führt.
  3. Leistungsverluste: Energieverluste durch parasitäre Ströme können die Effizienz der Übertragung verringern.

Lösungen und Gegenmaßnahmen

Um parasitäre Ströme und andere störende Effekte zu minimieren, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  1. Abschirmung: Die Verwendung von abgeschirmten Kabeln kann elektromagnetische Interferenzen reduzieren. Hierbei ist im Datenblatt auf das Schirmmass in dB zu achten. (Qualitäts-Unterschiede)
  2. Erdung: Eine korrekte Erdung der Antennenanlage kann Erdschleifen und damit verbundene Störungen verhindern. Antennen-Speisepunkt und Transceiver Eingang jeweils an der gleichen Erde um Schirmströme zu unterbinden.
  3. Filter: Der Einsatz von Filtern kann unerwünschte Frequenzen und Störungen aus dem Signal entfernen. Hierbei ist unbedingt auf Qualität zu achten. Viele preissensitive Angebote arbeiten nicht wie gewünscht steilflankig genug und in der zugesagten bandwith.
  4. Trennung von Leitungen: Das physische Trennen von Antennenleitungen und anderen elektrischen Leitungen kann kapazitive und induktive Kopplung reduzieren.

Fazit

Parasitäre Ströme und andere störende Effekte können die Leistung von Antennenleitungen im Amateurfunk erheblich beeinträchtigen. Durch das Verständnis der Ursachen und die Implementierung geeigneter Gegenmaßnahmen können diese Probleme jedoch effektiv minimiert werden.

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